SPS verdient im 1. Halbjahr bei stabilem Ertrag weniger - Guidance bestätigt

(Meldung umfassend ergänzt)
25.08.2016 08:55

Zürich (awp) - Das Immobilienunternehmen SPS hat im ersten Halbjahr 2016 dank Zukäufen den Gesamtertrag stabil gehalten, unter dem Strich aber weniger verdient. Zulegen konnte der Branchenprimus im Geschäftsfeld Leben und Wohnen im Alter, wogegen die Erträge in den anderen beiden Bereichen Immobilien und Retail rückläufig waren. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wird bestätigt.

Der Gesamtertrag kam mit 497,4 Mio CHF praktisch auf dem Vorjahresniveau zu liegen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilt. Auch bei den Mieteinnahmen als grösstem Posten resultierte mit 225,5 Mio ein nahezu stabiler Ertrag.

Demgegenüber steht ein um 13% höherer Betriebsaufwand von 341,9 Mio CHF, wofür insbesondere die gestiegenen Personalkosten (+45% auf 184,7 Mio) verantwortlich sind. Dies ist auf die Übernahme der Seniocare Gruppe im Oktober 2015 und der Boas Senior Care im Februar 2016 zurückzuführen. Damit hat sich die Zahl der bei SPS Beschäftigten gegenüber Juni 2015 um rund zwei Drittel erhöht.

GEWINN RÜCKLÄUFIG

Das Ergebnis auf Stufe EBIT schrumpfte so um 13% auf 174,2 Mio CHF und unter dem Strich schaute mit 120,3 Mio CHF 9,8% weniger heraus. Damit hat das Unternehmen die Analysten-Schätzungen beim Mietertrag knapp verfehlt, beim Reingewinn wiederum klar übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) für den Mietertrag 228,6 Mio CHF und für den Reingewinn 113,6 Mio veranschlagt.

Wird der tiefere Neubewertungserfolg (33,3 Mio vs. 99,7 Mio im Vorjahr) berücksichtigt, der aus der turnusmässigen Neutaxierung des Immobilienparks resultiert, zeigt sich beim EBIT und Reingewinn ein Rückgang um jeweils 31%.

WACHSTUM IM BEREICH ALTERSWOHNEN

Im Geschäftsfeld Leben und Wohnen im Alter ist SPS aufgrund der erwähnten Übernahmen (Seniocare, Boas) markant gewachsen. Hier kletterte der Ertrag insgesamt um 86% auf 189,1 Mio CHF und glich damit die Rückgänge in den beiden anderen Segmenten nahezu aus.

Das Geschäftsfeld Immobilien schnitt erwartungsgemäss unter dem Vorjahr ab (-24% auf 262,6 Mio). Im Vorjahreszeitraum wurde allerdings erstmals in der 16-jährigen Firmengeschichte ein Ertrag aus dem Verkauf von Stockwerkeigentum (von 74 Mio CHF) verbucht. Im Berichtszeitraum wurde dagegen nichts verkauft. Der von der Tochter Wincasa stammende Ertrag aus Immobiliendienstleistungen entwickelte sich positiv (+4,2% auf 54,9 Mio), insbesondere aufgrund der gewonnenen Mandate von Swisscom und Swisscanto, wie SPS dazu anmerkt.

Im dritten Geschäftsfeld Retail, wozu das Kaufhaus Jelmoli in Zürich zählt, resultiert ein Ertragsrückgang um insgesamt 8,9% auf 67,8 Mio CHF. Im Sommer des Vorjahres hatte sich SPS vom bis dahin in Eigenregie betriebenen Restaurant Clouds im Zürcher Prime Tower getrennt. Entgegen des allgemeinen Rückgangs der Kundenfrequenz in der Zürcher Innenstadt seien im Jelmoli steigende Besucherzahlen gemessen worden, heisst es.

GUIDANCE BESTÄTIGT

Die Guidance für das Geschäftsjahr 2016 wird bestätigt. Demzufolge rechnet die Konzernleitung mit einer Steigerung des Mietertrags und des Betriebsertrags insgesamt. Die Leerstandsquote werde sich weiter reduzieren. Ende Juni kam die entsprechende Quote bei 6,4% zu liegen nach 6,5% per Ende März und 6,7% per Ende 2015.

cp/gab

(AWP)