Stabile M&A-Aktivitäten bei Schweizer KMU im ersten Halbjahr

Die M&A-Aktivitäten bei Schweizer KMU haben sich im ersten Semester 2017 relativ stabil entwickelt. Die Anzahl Transaktionen, in die ein Schweizer KMU involviert war, nahm gegenüber dem Vorjahr lediglich auf 94 von 97 ab, wie das Beratungsunternehmen Deloitte am Donnerstag mitteilt.
13.07.2017 15:30

Dabei nahm die Zahl der Inland-Transaktionen auf 35 von 30 zu, wie es weiter heisst. Hingegen nahmen Übernahmen von ausländischen Firmen durch Schweizer KMU laut der Studie markant ab (30 nach 37). Die Autoren erklären dies mit dem unsicheren politischen Marktumfeld, das Investitionen im Inland fördere. Stabil entwickelte sich die Zahl der Übernahmen von Schweizer KMU durch ausländische Unternehmen (29 von 30).

An 28% aller Transaktionen waren laut der Studie Private-Equity-Fonds beteiligt. Immer mehr setzten Investmentfonds auf Schweizer KMU, weil sie attraktive Finanzierungsbedingungen und Investitionen in hochwertige Unternehmen suchten, schreibt Deloitte dazu. Ausserdem gebe es eine steigende Nachfrage nach Schweizer KMU von japanischen und nordamerikanischen Unternehmen.

Aufgeschlüsselt nach Branchen entfielen laut den Angaben die Inlandtransaktionen und Übernahmen von Schweizer KMU durch ausländische Gesellschaften hauptsächlich auf Industrieunternehmen. Gefragt gewesen seien daneben auch KMU aus dem Bereich Technologie.

Die Studienautoren gehen wegen des starken Frankens und der aktuellen Wachstumsprognosen davon aus, dass auch in der zweiten Jahreshälfte ein für M&A-Aktivitäten günstiges Umfeld vorhanden sein wird.

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(AWP)