Stada bestätigt Mittelfristprognose - besonders Markenprodukte sollen wachsen

FRANKFURT (awp international) - Der Pharmakonzern Stada hat nach dem Wirbel im Sommer um die Zukunft des Unternehmens seine mittelfristigen Ziele bestätigt. Der Umsatz soll bis 2019 um durchschnittlich fünf Prozent im Jahr zulegen und die Profitabilität verbessert werden, führte Finanzchef Helmut Kraft am Mittwoch bei einem Investorentag in Frankfurt die Ziele konkreter aus. Vor allem bei Markenprodukten will Stada wachsen, um durchschnittlich 8 Prozent im Jahr. Das Kerngeschäft mit Nachahmerprodukten (Generika) soll im Schnitt 3 Prozent mehr Umsatz erwirtschaften.
05.10.2016 11:15

Auch Kostensenkungen sollen helfen, die im Juli aufgestellten Ziele zu erreichen. So soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn von zuletzt knapp 166 Millionen Euro bis 2019 auf 250 Millionen Euro steigen. Der Konzernumsatz soll von 2,1 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro klettern, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 389 Millionen Euro auf dann 510 Millionen. Bei den Zahlen sind Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe ausgeklammert. Für seine Ziele räumt sich das Unternehmen zudem eine Schwankungsbreite von fünf Prozent nach oben oder unten ein.

Stada hatte zuletzt mit Turbulenzen zu kämpfen. Der aktivistische Investor Active Ownership Capital (AOC) hat den Konzern aufgemischt und auf der Hauptversammlung Ende August den bisherigen Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht. Die Internationalisierung sei nicht konsequent genug vorangebracht worden, hiess ein Kritikpunkt. Ausserdem verliess der langjährige Vorstandschef Hartmut Retzlaff das Unternehmen. Es wird jetzt vom neuen Vorstandsvorsitzenden Matthias Wiedenfels geführt./nmu/men/stb

(AWP)