Stada-Chef verspricht Aktionären Veränderung - Spannung vor Abwahlantrag

FRANKFURT (awp international) - Bei der vom Wirbel um den Aufsichtsrat umgebenen Hauptversammlung des Pharmakonzerns Stada hat Vorstandschef Matthias Wiedenfels den Aktionären Veränderungen versprochen. "Wir haben noch längst nicht unser gesamtes Potenzial ausgeschöpft - auch weil wir uns lange auf unserem Erfolg ausgeruht haben", sagte er am Freitag in Frankfurt laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript. Stada sei in der Vergangenheit "manchmal zu unbeweglich gewesen". Geschäftschancen hätten sonst konsequenter genutzt und unrentable Geschäftsfelder früher erkannt und abgestellt werden können.
26.08.2016 11:39

Wiedenfels hat den Vorstandsvorsitz vom langjährigen Unternehmenschef Hartmut Retzlaff übernommen, der Mitte August nach vorangegangener Krankheit ausgeschieden ist. Stada kämpft derzeit gegen den Angriff des kritischen Investors Active Ownership Capital (AOC), der den kompletten Austausch der Kapitalseite des Aufsichtsrates fordert.

Die Beteiligungsgesellschaft wirft dem Unternehmen vor, Wachstumschancen in den vergangenen Jahren verschlafen zu haben. Über Änderungen im Aufsichtsrat sollte an diesem Freitag entschieden werden. Vor allem steht dabei der Posten von Aufsichtsratschef Martin Abend zur Diskussion. Aus diesem Grund gab Abend am Freitag die Leitung der Hauptversammlung an eine Notarin ab./nmu/stb

(AWP)