Stada rechnet mit EU-Zulassung von weiterem Biosimilar

FRANKFURT (awp international) - Der Pharmakonzern Stada rechnet in Kürze mit der Zulassung eines weiteren Biosimilars für den europäischen Markt. Die EU-Behörde EMA habe sich im Zulassungsverfahren positiv zum Einsatz der Nachahmer-Arznei Teriparatid gegen Osteoporose geäussert, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Montag mit. Die Zulassung erwartet Stada für Januar 2017. Die Aktie legte bis zum Mittag um gut 1,5 Prozent zu.
14.11.2016 12:42

Nach dem Patentablauf des Originalpräparats Forsteo des US-Pharmakonzerns Eli Lilly will Stada Anfang 2019 mit der Vermarktung von Teriparatid beginnen. Entwickelt wurde das Biosimilar von der Gesellschaft Richter-Helm BioTec. Stada hatte sich deshalb verpflichtet, neben einer Zahlung anlässlich der Vertragsunterzeichnung vor zwei Jahren weitere, jeweils vom Projektfortschritt abhängige Zahlungen an Richter-Helm zu leisten.

Sogenannte Biosimilars sind Nachahmerprodukte biopharmazeutischer Arzneimittel. Ihre Herstellung ist aufwendiger und teurer als die der klassischen Generika für chemisch-synthetisch hergestellte Arzneien. Daher erwirbt Stada bevorzugt die Rechte an Biosimilars und verzichtet an dieser Stelle auf kostspielige Eigenentwicklungen./mne/stw/she

(AWP)