Stada-Übernahme durch Finanzinvestoren gescheitert

Der geplante milliardenschwere Verkauf des hessischen Arzneimittelherstellers Stada an die Finanzinvestoren Bain und Cinven ist gescheitert. Die für den Deal erforderliche Annahmequote von 67,5 Prozent der Stada-Aktionäre sei nicht erreicht worden, teilte der im MDax notierte Konzern am Montagabend per Börsenpflichtmitteilung mit. Nur 65,52 Prozent hätten bis Fristende am vergangenen Donnerstag die Kaufofferte der Beteiligungsgesellschaften angenommen. Stada-Aktien fielen am Montagabend nachbörslich um fast 10 Prozent auf rund 58 Euro.
26.06.2017 19:47

Probleme, die Anteilseigner zu überzeugen, hatten sich bereits abgezeichnet. So mussten die Finanzinvestoren jüngst die Annahmeschwelle für ihr 5,3 Milliarden Euro schweres Angebot senken und den Stada-Aktionären eine verlängerte Frist einräumen, da sich eine geringe Zustimmung abgezeichnet hatte. Bain und Cinven können aus rechtlichen Gründen zwar 2018 ein weiteres Angebot für den Pharmakonzern vorlegen, in Finanzkreisen wird dies aber als wenig wahrscheinlich gesehen./als/tav/DP/jha

(AWP)