Stadler Rail spürt 2015 die Folgen des Frankenschocks - Raphael Widmer neuer CFO

Bussnang TG (awp/sda) - Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail hat im vergangenen Jahr die Folgen des Frankenschocks gespürt. Der Auftragseingang lag mit 2,1 Mrd CHF tiefer als in den Vorjahren, war aber laut dem Unternehmen immer noch gut.
13.06.2016 13:00

Hauptgrund für den Rückgang waren Aufträge, deren Abschluss vom letzten in das laufende Jahr verschoben wurden, wie Stadler Rail vor den Medien am Montag am Hauptsitz in Bussnang TG informierte. 2013 und 2014 hatte der Schienenfahrzeugbauer noch Aufträge von 2,6 Mrd respektive 2,9 Mrd CHF akquiriert.

Schwerwiegender seien aber die Auswirkungen der Wechselkursverwerfungen, hiess es an der Medienkonferenz. Dies habe zu einem massiven Einbruch der Margen geführt. Der erneute Frankenschock habe Stadler über 100 Mio CHF gekostet.

Grund zum Trübsal blasen sieht Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler aber nicht. Die Auslastung der Standorte sei mehrheitlich gut, sagte der CEO und Inhaber der Stadler-Rail-Gruppe. Das Werk in Bussnang TG benötige aber weitere Aufträge, um auch im Jahr 2017 genügend ausgelastet zu sein.

RAPHAEL WIDMER NEUER FINANZCHEF

Stadler Rail hat Raphael Widmer zum neuen Finanzchef ernannt. Er hat die Stelle als designierter Finanzchef bereits angetreten, wird diese Chefposition aber erst ab dem 1. Januar 2017 bekleiden, teilt das Unternehmen ebenfalls am Montag mit. In den kommenden Monaten wird Widmer vom noch amtierenden CFO Hansruedi Geel in seine neue Funktion eingearbeitet.

Widmer war über 20 Jahre für ABB tätig, zuletzt als Finanzchef für das globale Hochspannungsgeschäft mit 8'000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 3 Mrd USD.

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(AWP)