Stahlkonzern Voestalpine zahlt höhere Dividende und ist für 2017/18 optimistisch

Der Stahlkonzern Voestalpine will seinen Aktionären nach einer robusten Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 eine höhere Dividende zahlen. Zudem kündigten die Österreicher am Donnerstag bei der Bilanzvorlage weiteres Wachstum an. Dies wird vor allem von einer steigenden Nachfrage aus der Automobil-, Konsumgüter-, Maschinenbau- und Luftfahrtindustrie getrieben.
01.06.2017 08:38

Für die erste Jahreshälfte geht Voestalpine-Chef Wolfgang Eder von einem deutlich über den Vorjahreswerten liegenden Umsatz und Ergebnis aus. Im laufenden Jahr würden ausserdem einige Grossinvestitionen erstmals umsatz- und ergebniswirksam. Zudem seien die Stahl- und Stahlverarbeitungskapazitäten in den Werken bis zum Ende des Geschäftsjahres weitgehend ausgelastet, so der Konzernlenker. Eder geht davon aus, dass sich der Einfluss von eventuellen US-Handelsbarrieren sowie der Druck von Dumping-Importen auf Voestalpine in Grenzen halten dürften. Daher erwarte er im gesamten Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende März) eine deutlich positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Voestalpine den Umsatz um 2 Prozent auf knapp 11,3 Milliarden Euro steigern. Zwar sank der Jahresüberschuss um 12,5 Prozent auf 527 Millionen Euro, jedoch war dies allein auf positive Sondereffekte aus dem Vorjahr zurückführen. Dank eines starken vierten Quartals steigerte Voestalpine das um die Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 6,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, der bereinigte Jahresüberschuss nahm um 5,8 Prozent auf 539 Millionen Euro zu. Die Aktionäre sollen daher eine um 4,8 Prozent höhere Dividende von 1,10 Euro je Aktie bekommen./nas/she/stb

(AWP)