Starrag erleidet Margenrückgang im ersten Halbjahr - Ausblick revidiert

Rorschacherberg (awp) - Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag hat im ersten Halbjahr 2016 etwas mehr umgesetzt, war aber insgesamt weniger profitabel als im Vorjahr. Der Erlös stieg um 0,8% auf 183,4 Mio CHF, währungsbereinigt ergab sich indes ein Rückgang um 1,0%.
27.07.2016 06:57

Der Betriebsgewinn EBIT halbierte sich auf 3,4 Mio CHF, womit die entsprechende Marge auf 1,9% zurückfiel von 3,9% im Vorjahreszeitraum. Den Rückgang führt Starrag in einer Mitteilung vom Mittwoch in erster Linie auf "punktuelle" Kostenüberschreitungen bei einzelnen Kundenaufträgen und die geringere Auslastung aufgrund der abgeschwächten Nachfrage aus der Uhrenindustrie zurück.

Zudem hätten Restrukturierungskosten aus Personalmassnahmen zur Anpassung der Kapazitäten und Effizienzsteigerung an verschiedenen Standorten das Betriebsergebnis mit 1,0 Mio CHF belastet. Der Reingewinn schrumpfte um etwa ein Drittel auf 2,0 Mio CHF zusammen.

Klar positiv entwickelte sich die Auftragslage. Der Bestellungseingang legte um knapp zwei Drittel auf 231,2 Mio CHF. Dies führte zu einem Auftragsbestand von 284,40 Mio CHF am Bilanzstichtag, was einem Anstieg von 20% gegenüber dem Wert per Ende 2015 entspricht.

AUSBLICK FÜR AUFTRAGSEINGANG UND UMSATZ ERHÖHT

Die Prognosen für das Gesamtjahr werden teilweise revidiert. Aus aktueller Sicht geht das Unternehmen von einem Auftragseingang in lokalen Währungen aus, der den Vorjahreswert "deutlich" übertreffen sollte. Zuvor hatte Starrag zwar auch einen Auftragseingang über dem Vorjahr in Aussicht gestellt, der Zusatz "deutlich" hatte aber gefehlt.

Der Umsatz in lokalen Währungen dürfte leicht über Vorjahr zu liegen kommen - nach einer bislang flach erwarteten Entwicklung.

Bei der operativen Marge wird eine deutliche Verbesserung im zweiten Semester erwartet, so dass für das Gesamtjahr der Rückstand zu 2015 mindestens teilweise wettgemacht werden sollte. Bislang galt der Vorjahreswert von 4% als Minimalziel.

cp/uh

(AWP)