Starrag erleidet Margenrückgang im ersten Halbjahr - Ausblick revidiert

(Meldung ausgebaut)
27.07.2016 08:55

Rorschacherberg (awp) - Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag hat im ersten Halbjahr 2016 etwas mehr umgesetzt, war aber insgesamt weniger profitabel als im Vorjahr. Eine geringere Auslastung des Produktionsparks und Restrukturierungskosten liessen die operative Marge sinken. Für das zweite Halbjahr stellt das Ostschweizer Unternehmen eine Verbesserung in Aussicht.

Der Umsatz legte um 0,8% auf 183,4 Mio CHF zu, währungsbereinigt ergab sich indes ein Rückgang um 1,0%. Die Abnahme führt Starrag in einer Mitteilung vom Mittwoch in erster Linie auf die abgeschwächte Nachfrage aus der Uhrenindustrie zurück. Die anderen Marktsegmente hätten dies nur teilweise kompensiert.

Der Betriebsgewinn EBIT halbierte sich auf 3,4 Mio CHF, womit die entsprechende Marge auf 1,9% zurückfiel von 3,9% im Vorjahreszeitraum. Den Rückgang wird in erster Linie auf "punktuelle" Kostenüberschreitungen bei einzelnen Kundenaufträgen und die geringere Auslastung aufgrund der abgeschwächten Nachfrage aus der Uhrenindustrie zurückgeführt.

Zudem hätten Restrukturierungskosten aus Personalmassnahmen zur Anpassung der Kapazitäten und Effizienzsteigerung an verschiedenen Standorten das Betriebsergebnis mit 1,0 Mio CHF belastet. Der Reingewinn schrumpfte um etwa ein Drittel auf 2,0 Mio CHF zusammen.

MEHR AUFTRÄGE

Klar positiv entwickelte sich die Auftragslage. Der Bestellungseingang legte um knapp zwei Drittel auf 231,2 Mio CHF zu. Dies führte zu einem Auftragsbestand von 284,40 Mio CHF am Bilanzstichtag, was einem Anstieg von 20% gegenüber dem Wert per Ende 2015 entspricht. Dieser Arbeitsvorrat sichere eine solide Grundauslastung über rund ein Jahr, wie es dazu heisst.

Die Nachfrage aus Asien legte im ersten Halbjahr in absoluten Werten gemessen am stärksten zu, dies nach einer allerdings vergleichsweise schwachen Vorjahresperiode. Über ein Drittel des gruppenweiten Auftragseingangs stamme von dort, wie es heisst. Der zweitwichtigste Markt war in dieser Hinsicht Europa. Auch die Neubestellungen aus Amerika legten den Angaben zufolge zu.

Mit Blick auf die Abnehmerindustrien trug der Bereich Aerospace den grössten Anteil zum Wachstum der Neubestellungen bei, und auch der Bereich Industrial legte deutlich zu. Dabei habe sich der Zuwachs auf die klassischen Industriesegmente konzentriert, während der Auftragseingang aus dem Luxussegment auf bereits tiefem Niveau leicht rückläufig gewesen sei.

Der Bereich Energy legte - auf allerdings immer noch bescheidenem Niveau - ebenfalls deutlich zu, während Transportation unter Vorjahr abschloss.

AUSBLICK FÜR AUFTRAGSEINGANG UND UMSATZ ERHÖHT

Die Prognosen für das Gesamtjahr werden teilweise revidiert. Aus aktueller Sicht geht das Unternehmen von einem Auftragseingang in lokalen Währungen aus, der den Vorjahreswert "deutlich" übertreffen sollte. Zuvor hatte Starrag zwar auch einen Auftragseingang über dem Vorjahr in Aussicht gestellt, der Zusatz "deutlich" hatte aber gefehlt.

Der Umsatz in lokalen Währungen dürfte leicht über Vorjahr zu liegen kommen - nach einer bislang flach erwarteten Entwicklung.

Bei der operativen Marge wird eine deutliche Verbesserung im zweiten Semester erwartet, so dass für das Gesamtjahr der Rückstand zu 2015 mindestens teilweise wettgemacht werden sollte. Bislang galt der Vorjahreswert von 4% als Minimalziel.

cp/uh

(AWP)