Statoil muss wegen Ölpreis-Verfall Sparkurs verschärfen - Erneut Milliardenminus

Beim staatlichen norwegischen Öl- und Gaskonzern Statoil reissen die Probleme nicht ab. 2016 musste das Unternehmen wegen der niedrigen Öl- und Gaspreise erneut einen massiven Umsatzrückgang und Milliardenverlust verkraften. Statoil-Chef Eldar Saetre kündigte am Dienstag in Oslo an, dass er den Sparkurs forcieren will. Bereits im vergangenen Jahr haben deutlich reduzierte Kosten den Umsatzeinbruch etwas abgefedert.
07.02.2017 08:02

Dennoch stand bei dem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis ein Verlust von 208 Millionen US-Dollar in den Büchern. 2015 hatte Statoil bei dieser Grösse noch einen Gewinn verbucht. Unter dem Strich ging der Verlust im vergangenen Jahr allerdings auf rund 3,3 Milliarden Dollar zurück. Das Jahr davor hatte hier noch ein Minus von rund 8 Milliarden Dollar gestanden - damals musste der Konzern wegen des schon 2015 stark gesunkenen Ölpreises hohe Abschreibungen vornehmen.

Der Umsatz brach um fast ein Viertel auf 46 Milliarden Dollar ein. Der Konzern kämpft vor allem in den Vereinigten Staaten mit Problemen. Das Geschäft in Norwegen sei dagegen solide gewesen, sagte Saetre. Er will die Kosten jetzt um eine weitere Milliarde Dollar jährlich drücken. Das bisherige Sparprogramm sei erfolgreicher als erwartet. Hier waren einmal Einsparungen von 2,5 Milliarden Dollar geplant - es sind mehr als drei Milliarden Dollar zusammengekommen./zb/fbr

(AWP)