Steinhoff bringt Afrika-Tochter Star bis Ende September an die Börse

Der deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff treibt die Börsenpläne für sein Afrika-Geschäft voran. Vorgesehen sei ein Börsengang in Johannesburg bis Ende September, abhängig von den Marktbedingungen und den erforderlichen Genehmigungen, teilte Steinhoff am Mittwoch mit. Neben einem öffentlichen Angebot soll es auch eine Privatplatzierung geben. Weitere Details nannte Steinhoff nicht. Der Konzern will aber in jedem Fall weiterhin beteiligt blieben und so die Kontrolle über sein Afrika-Geschäft behalten.
23.08.2017 09:04

Steinhoff ist ein Konzern mit Rechtssitz in Amsterdam und einem operativen Hauptquartier in Südafrika. In Deutschland ist Steinhoff vor allem durch seine Poco-Möbelhäuser bekannt. Das Afrika-Geschäft läuft unter dem Namen Star und umfasst neben Möbel- und Textilketten auch Elektronikhändler, Baustoffmärkte und Finanzdienstleitungen.

Künftig soll dazu auch die Supermarktkette Shoprite zählen, für die sich Steinhoff vor Kurzem Optionszusagen der Eigentümer gesichert hat. Der Konzern will für 35,5 Milliarden Rand (etwa 2,2 Mrd Euro) einen Anteil von 22,7 Prozent sowie 50 Prozent der Stimmrechte erwerben. Es wäre der zweite Anlauf für eine Verflechtung mit Shoprite, nachdem ein erster Fusionsversuch im Februar noch gescheitert war. Hinter dem Schritt steckt der südafrikanische Milliardär Christo Wiese, der grösster Anteilseigner sowohl bei Steinhoff als auch Shoprite ist./she/nas/fbr

(AWP)