Stellenstreichungen drücken auf Gewinn des Insulinherstellers Novo Nordisk

Der in den USA unter Preisdruck stehende dänische Insulinhersteller Novo Nordisk will bis Ende des Jahres 1300 Stellen abbauen. Die Mehrheit der Streichungen sei bereits zum 1. November umgesetzt, teilte der Konzern am Donnerstag in Bagsvaerd mit. Die Kosten für die Abfindungen drückten den operativen Gewinn im dritten Quartal um zwei Prozent auf 11,8 Milliarden dänische Kronen (1,6 Mrd Euro). Unter dem Strich verdienten die Dänen mit 9 Milliarden Kronen 8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
01.11.2018 10:17

Novo Nordisk macht die Hälfte seines Geschäfts in Nordamerika, was bei der Umrechnung in die stärkere Krone auf die Erlöse drückt. Der Medikamentenhersteller steht besonders in den USA unter Preisdruck. Ausserdem spürt er zunehmend globale Konkurrenz. Der Konzern will sich daher besser aufstellen.

Der Umsatz legte im Quartal um vier Prozent auf 27,8 Milliarden dänische Kronen zu. Dies stimmte in etwa mit den Erwartungen der Analysten überein. Gut verkauften sich neue Produkte wie etwa das Diabetesmittel Ozempic. Auch der Umsatz des Mittels Saxenda gegen Übergewicht zog mehr als 50 Prozent an.

Für das Gesamtjahr sind die Dänen nun etwas optimistischer als zuvor. Der währungsbereinigte Umsatz soll um vier bis fünf Prozent zulegen, nach bisher 3 bis 5 Prozent. Dazu soll vor allem neue Arzneien beitragen. Das operative Gewinnwachstum vor Wechselkursveränderungen für 2018 soll weiterhin zwei bis fünf Prozent betragen. Zum Handelsstart zog die Aktie rund 1,8 Prozent an./elm/she/mis

(AWP)