STMicro rechnet mit guten Geschäften - Chef bleibt noch

Der Halbleiterhersteller STMicro erwartet dank einer starken Auftragslage im zweiten Quartal bessere Geschäfte. Der Umsatz im zweiten Jahresviertel dürfte dank der vorliegenden Bestellungen um 5 Prozent im Vergleich mit dem Vorquartal klettern, teilte der Konzern am Donnerstag in Genf mit. Die Bruttogewinnmarge, bei der die Herstellungskosten von den erzielten Preisen abgezogen werden, soll demnach im Mittel um einen weiteren halben Prozentpunkt auf 38,1 Prozent zulegen.
27.04.2017 08:46

Insgesamt sei der Konzern auf dem richtigen Weg, das 2017 angestrebte Umsatzwachstum und die Ausweitung der Marge zu erreichen, sagte STM-Chef Carlo Bozotti. Bei der Nachfolgesuche für Bozotti tut sich der Konzern und seine beiden Grossaktionäre Frankreich und Italien offenbar nach wie vor schwer. Der seit März 2005 amtierende Chef soll nun für ein weiteres Jahr an Bord bleiben. Danach gehe Bozotti jedoch in Rente, hiess es in einer Mitteilung des Aufsichtsrats. Der Manager wird in diesem Jahr 65.

Zum Jahresauftakt sank der Umsatz im Quartalsvergleich um 2,1 Prozent auf 1,82 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge stieg jedoch gegenüber dem Schlussquartal 2016 leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 37,6 Prozent und lag damit deutlich über den Erwartungen am Markt. Unter dem Strich ging der Gewinn um 4 Millionen auf 108 Millionen Dollar zurück. Im Chipgeschäft ist wegen der starken Preisschwankungen der Vergleich mit dem Vorquartal üblich. Wegen der immer stärker zunehmenden Ausrichtung auf die Autoindustrie ist jedoch das erste Kalenderquartal üblicherweise das schwächste auch bei den Chipherstellern./men/zb/fbr

(AWP)