Strabag-Gewinn tritt auf der Stelle, Auftragsbücher voll

Die Strabag hat ihre Bauleistung 2017 um 8 Prozent auf 14,62 Milliarden Euro und somit auf den bisher höchsten Wert der Firmengeschichte ausgeweitet. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn nur geringfügig von 277,7 auf 278,9 Millionen Euro.
27.04.2018 09:05

Das Ergebnis je Aktie (EPS) nahm leicht von 2,71 auf 2,72 Euro zu, wie Österreichs grösster Baukonzern am Freitag mitteilte.

Da neben der Leistung auch Auftragsbestand und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ein Rekordhoch erreichten, soll die Dividende von 0,95 auf 1,30 Euro je Aktie ebenfalls auf ihren bisherigen Höchstwert seit dem Börsengang angehoben werden.

Die Orderbücher füllten den Angaben zufolge vor allem Grossaufträge im Verkehrswegebau in Ungarn und Polen sowie Hoch- und Ingenieurbauprojekte in Deutschland und Asien. Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Jahr davor um 12 Prozent auf 16,59 Milliarden Euro.

Die operative Ergebnismarge ist allerdings von 3,4 auf 3,3 Prozent leicht gesunken, Konzernchef Thomas Birtel zeigt sich dennoch zufrieden: "Die EBIT-Marge ist unsere wichtigste finanzielle Steuerungsgrösse. Mit 3,3 Prozent haben wir unser selbst gestecktes Ziel von mindestens 3,0 Prozent gut erreicht", betonte er.

Das EBIT verbesserte sich um 6 Prozent auf 448,4 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schwächte sich das operative Ergebnis (EBITDA) im Jahresabstand jedoch um 2 Prozent von 855,2 auf 834,6 Millionen Euro ab, die EBITDA-Marge verschlechterte sich von 6,9 auf 6,2 Prozent.

Die Strabag beschäftigte 2017 weltweit 72.904 Mitarbeiter - um ein Prozent mehr als im Jahr davor.

(AWP)