Straumann steigert Drittquartalsumsatz deutlich - Ziele 2016 bestätigt

(Ergänzt um weitere Informationen)
27.10.2016 08:52

Basel (awp) - Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann hat wie erwartet den Umsatz im dritten Quartal 2016 deutlich gesteigert. Alle Geschäftsbereiche haben mit einem zweistelligen Wachstum zum Umsatzanstieg beigetragen. Durch den Erwerb einer Beteiligung an V2R Biomedical baut das Unternehmen seine Kompetenz im Bereich computergeführte Implantchirurgie aus. Ausserdem sind hohe Investitionen in den Produktionsstandort Schweiz geplant. Das Management bestätigt die bisherige Guidance für das Gesamtjahr und baut seine

Straumann steigerte im dritten Quartal den Umsatz um 14% auf 213,8 Mio CHF. In Lokalwährungen betrug der Zuwachs 13%, organisch ergab sich ein Plus von ebenfalls 13%, wie Straumann am Donnerstag mitteilte. Alle Geschäftsbereiche, allen voran das Implantatgeschäft, haben zum starken Umsatzanstieg beigetragen. Dabei seien alle mindestens mit einer doppelstelligen Rate gewachsen, sagte CEO Marco Gadola in einem Telefongespräch mit AWP. Treiber gewesen seien dabei das Implantat-Hochleistungsmaterial Roxolid sowie die Bone Level Tapered (BLT) Implantate, von welchen Straumann seit der Markteinführung Ende 2014 bereits über eine halbe Million verkauft habe.

STARKES WACHSTUM IM ASIEN

In der wichtigsten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), erhöhte sich der Umsatz um 7,6% auf 89,1 Mio CHF. Organisch resultierte ein Plus von 7,7%. Den grössten Zuwachs erzielte Straumann in Asien/Pazifik, wo der Umsatz um 25% respektive organisch um 17% auf 36,3 Mio zulegte. Im schnell wachsenden chinesischen Markt habe Straumann das Wachstumstempo beschleunigen können, heisst es weiter. Dabei profitierte die Gruppe auch vom kürzlich übertragenen Value-Geschäft von Anthogyr, das seinen ersten vollständigen Quartalsbeitrag leistete. Der Beitrag von Anthogyr liegt gemäss Gadola aber noch unter 1%.

In Nordamerika wuchs der Umsatz insbesondere dank eines sich stark entwickelnden Implantatgeschäft um 19% auf 61,7 Mio beziehungsweise organisch um 17%. In Lateinamerika nahm der Umsatz trotz eines schwierigen Marktumfeldes um 16% auf 26,7 Mio zu. Dort belief sich das organische Wachstum auf 13%. In Argentinien, dem mit jährlich 400'000 Implantaten zweitgrössten Markt der Region, hat Straumann im dritten Quartal mit einer eigenen Tochtergesellschaft den Betrieb aufgenommen.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Straumann die Markterwartungen (AWP-Konsens) die Markterwartungen auf Ebene Gruppenumsatz erfüllt. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt einen Konzernumsatz von 213,1 Mio prognostiziert.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Straumann ein solides Wachstum der weltweiten Implantatmärkte. Man zeigt sich zuversichtlich, auch weiterhin schneller als der Markt zu wachsen und bestätigt die bisherige Guidance. Danach rechnet das Management für 2016 mit einem organischen Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich. Trotz weiterer Investitionen in strategische Wachstumsinitiativen sollten das erwartete Umsatzwachstum und positive Skaleneffekte zu weiteren Verbesserungen der bereinigten EBIT-Marge führen, heisst es weiter.

HOHE INVESTITIONEN IN DER SCHWEIZ GEPLANT

Zudem will Straumann den Produktionsstadort Schweiz weiter stärken und will dort gemäss Gadola "massiv investieren". Zur Höhe der Investitionen wollte Gadola keine Angaben machen. Im weiteren reorganisiert Straumann seine Region Europa, um Ressourcen für Schwellenmärkt freizusetzen. Ein Team unter der Leitung von Wolfgang Becker wird sich auf die Expansion der Gruppe in Russland und bestehenden Distributorenmärkten in Osteuropa sowie im Nahen Osten und auf die Erschliessung attraktiver neuer Märkte z.B. in Afrika und Zentralasien konzentrieren.

Ausserdem übernimmt das Basler Unternehmen 30% an der kanadischen an V2R Biomedical, die auf prothetikorientierte Lösungen für die geführte Chirurgie spezialisiert ist. Straumann hat die Option, bis 2020 seinen Anteil bis zur völligen Übernahme zu erhöhen. Gemäss Gadola erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz im unteren einstelligen Millionenbereich.

sig/cp

(AWP)