Straumann verzichtet auf angekündigten Verkauf eigener Aktien - Gebote zu tief

(Ergänzt um Aussagen eines Straumann-Sprechers und vorbörsliche Kursindikation) - Der Dentalimplantatehersteller Straumann zieht den am Vorabend angekündigten Verkauf eigener Aktien zurück. Man sei zum Schluss gekommen, dass der gebotene Preis den inhärenten Wert des bestehenden sowie des neu übernommenen Geschäftes nicht abbilde, schreibt Straumann in der Mitteilung vom Freitag.
18.08.2017 08:22

Konkret hätten die Investoren einen Abschlag von über 2% zum Schlusskurs vom Donnerstag verlangt. Die Straumann-Titel hatten am gestrigen Donnerstag nach gut aufgenommenen Halbjahreszahlen sowie dem Einstieg in die Kieferorthopädie um über 11% auf 609,50 CHF zugelegt.

Die von den angefragten institutionellen Investoren abgegebenen Gebote hätten auch dieses positive Sentiment auf die Zahlen und die Wachstumsstrategie nicht reflektiert, schreibt Straumann in der Begründung für den Rückzug weiter.

Straumann hatte am Donnerstag nach Börsenschluss angekündigt, 400'000 eigene Aktien zum Verkauf anzubieten, entsprechend rund 2,6% aller ausstehenden Anteilsscheine. Zum Schlusskurs von Donnerstag wären der Gesellschaft damit über 240 Mio zugeflossen.

Mit den Mitteln wollte Straumann die am Donnerstag bekanntgegebenen Akquisitionen in den Bereichen Kieferorthopädie (ClearCorrect) und digitale Zahnmedizin (Dental Wings, Rapid Shape) finanzieren.

Für die Finanzierung der Übernahmen wie auch für die Verwendung der eigenen Aktien würden nun verschiedene Optionen geprüft, erklärte ein Straumann-Sprecher auf Anfrage von AWP, ohne konkrete Angaben zu den Optionen zu machen.

Vorbörslich werden die Straumann-Titel am Freitag gemäss Julius Bär mit einem Minus von 0,7% indiziert. Sie bewegten sich damit im Einklang mit dem Gesamtmarkt.

gab/ra

(AWP)