Dentalimplantate - Straumann wächst über den Prognosen

Der Dentalimplantate-Hersteller Straumann hat die Erwartungen der Analysten bezüglich Umsatz und EBIT leicht, beim Reingewinn deutlich übertroffen. Für das zurückliegende Geschäftsjahr wird mehr Dividende vorgeschlagen.
16.02.2017 07:10
Implantate von Straumann.
Implantate von Straumann.
Bild: ZVG

Straumann hat 2016 den Umsatz und den Betriebsgewinn gesteigert. Im Berichtsjahr wuchs der Umsatz um 15% auf 917,5 Mio CHF. In Lokalwährungen (LW) lag der Zuwachs bei 14%. Organisch legte der Dentalimplantat-Hersteller um 13% zu. Den Reingewinn hat Straumann mit 229,6 Mio CHF mehr als verdreifacht, was allerdings an diversen Sonderfaktoren liegt.

"Wir übertrafen das Marktwachstum 2016 deutlich und erzielten unser bestes Ergebnis seit acht Jahren", sagt CEO Marco Gadola in der Mitteilung vom Donnerstag. Straumann habe in allen Geschäftsbereichen ein zweistelliges Umsatzwachstum erreicht. Besonders stark gewachsen ist das Basler Unternehmen in der Region Asien/Pazifik, wo sich der Umsatz um 24% erhöhte.

Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 32% auf 227,2 Mio CHF. Entsprechend erhöhte sich die Marge um 3,2 Prozentpunkte auf 25%. Der freie Mittelfluss verminderte sich um 8,2% auf 138,7 Mio. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine um 25 Rappen erhöhte Ausschüttung von 4,25 CHF je Aktie vor.

Der Reingewinn war gezeichnet von Sondereffekten, die zum optisch markanten Sprung gegenüber Vorjahr führten. Während der Zusammenschluss mit Neodent im Jahr 2015 den berichteten Reingewinn belastet hatte, sorgte 2016 die Aktivierung latenter Steuerguthaben für einen positiven Sondereffekt.

Einen besseren Vergleich ermöglicht der Reingewinn vor Sondereffekten. Hier ergibt sich ein Plus von 29% auf 186,8 Mio CHF.

Die Erwartungen der Analysten wurden bezüglich Umsatz und EBIT leicht, beim Reingewinn deutlich übertroffen. Gemäss AWP-Konsens haben die Experten mit einem Umsatz von 915,8 Mio, einem EBIT von 226,3 Mio sowie einem Reingewinn von 214,5 Mio CHF gerechnet.

Mit Blick nach vorne geht Straumann davon aus, dass die weltweiten Implantat-Märkte 2017 3-4% wachsen werden. Das Unternehmen sei zuversichtlich, weiterhin über dem Markt zu wachsen. Fürs laufende Jahr rechne man mit einem organischen Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, heisst es in der Mitteilung. Zudem rechnet Straumann mit einer Verbesserung der Betriebsgewinnmarge.

Ferner werden der nächsten Generalversammlung Regula Wallimann und Monique Bourquin zur Wahl in den Verwaltungsrat vorschlagen. Sie sollen die Lücken schliessen, die der im Mai zurückgetretene Stefan Meister und der in den Ruhestand gehende und nicht zur Wiederwahl antretende Roland Hess hinterlassen, so die Mitteilung weiter.

(AWP)