Streit um VW-Zukunftspakt: Gespräche vertagt, Appell zur Lösung

In ihrem Streit um die Umsetzung des Spar- und Umbauprogramms bei der VW -Kernmarke haben Betriebsrat und Management ihre Verhandlungen am Montag ohne Ergebnis vertagt. Das teilte die Arbeitnehmerseite in Wolfsburg mit. Zu den genauen Gründen und einem Folgetermin gab es zunächst keine Angaben. Es bestehe aber Einvernehmen über die Dringlichkeit des Themas, erklärte ein Sprecher des Betriebsrats: "Wir begrüssen es, dass Herr (VW-Konzernchef) Müller unsere Ansicht teilt, dass es so nicht weitergehen kann. Volkswagen braucht Ruhe und Verlässlichkeit, um den Zukunftspakt umzusetzen."
13.02.2017 11:46

Man stehe weiter hinter dem im Herbst beschlossenen Zukunftspakt, betonte die Mitarbeitervertretung. "Wir würden es begrüssen, wenn der Konzern die Umsetzung und die Einhaltung der Vereinbarungen stärker an sich zieht." Zwischen VW-Markenchef Herbert Diess und dem Chef des Konzernbetriebsrats, Bernd Osterloh, war kürzlich ein Streit um den Pakt ausgebrochen. Dieser soll in den kommenden Jahren Einsparungen in Milliardenhöhe bringen, aber auch hohe Investitionen absichern.

In einem Brief an die Mitarbeiter hatte Diess geschrieben, er strebe eine "sachliche Klärung" an. Nach dpa-Informationen wandte sich nun auch Konzernchef Matthias Müller an die Belegschaft: Man werde "alles tun, damit Konflikte konstruktiv gelöst werden und Volkswagen vor Schaden geschützt wird", hiess es in einer internen Mitteilung./jap/DP/stb

(AWP)