Ströer startet gut ins Jahr - Umsatzprognose leicht erhöht

Der Werbevermarkter Ströer hat nach einem guten Start ins laufende Jahr die Umsatzprognose für 2017 leicht angehoben. Beim Erlös werde jetzt ein Anstieg auf rund 1,3 Milliarden Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Köln mit. Bislang hatte der Konzern, der im vergangenen Jahr in das Kreuzfeuer des umstrittenen Hedgefonds und Leerverkäufers Muddy Waters geraten war, einen Umsatz zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro prognostiziert. Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde weiter ein Wert von mehr als 320 Millionen Euro prognostiziert.
22.02.2017 07:15

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten haben beim Umsatz im Schnitt bisher einen Anstieg auf knapp 1,25 Milliarden Euro auf dem Zettel. Zuletzt hatten bereits einige Analysten auf eine höhere Umsatzprognose spekuliert. Dennoch könnte die im MDax notierte Aktie durch die Zielanhebung weiteren Auftrieb erhalten. Das Papier hat sich in den vergangenen Monaten deutlich von den Rückschlägen des vergangenen Jahres erholt. Seit dem Anfang Dezember erreichten Jahrestief zog der Kurs um mehr als 40 Prozent an.

Im Frühjahr 2016 hatte der Hedgefonds Muddy Waters mit kritischen Berichten über die Wachstumsstärke des Unternehmens und gezielten Leerverkäufen für einen Kursverfall gesorgt. Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten und damit Geld verdienen wollen. Nach einem jahrelangen Höhenflug stürze die Aktie ab, konnte sich in den vergangenen Wochen aber wieder erholen. Dennoch liegt das Papier noch rund ein Fünftel unter dem Rekordniveau des Herbstes 2015./zb/fbr

(AWP)