Studie: Rückläufige Ergebnisse der grössten Firmen in Europa und den USA

Zürich (awp) - Sowohl in Europa als auch in den USA sind die Umsätze und Gewinne der jeweils 300 grössten Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 zurückgegangen. Die Ergebnisse der Schweizer Grossunternehmen haben sich gemäss der am Mittwoch von der Beratungsgesellschaft Ernst & Young veröffentlichten Studie vor allem im europäischen Vergleich stabiler entwickelt.
05.10.2016 08:49

Europas Top-Konzerne verzeichneten in den ersten sechs Monaten insgesamt einen Umsatzrückgang um 4,6% und die Gewinne brachen total sogar um 9,6% ein. Demgegenüber fiel der Gewinnrückgang in den USA mit minus 3,5% deutlich geringer aus. Die Umsätze der Top 300 in den USA sind lediglich um 0,4% gesunken.

Der Hauptgrund für den Umsatz- und Gewinnrückgang auf beiden Seiten des Atlantiks seien die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise gewesen, heisst es weiter. So verzeichneten die europäischen Öl- und Gaskonzerne einen Umsatzrückgang um 23%, die Gewinne brachen sogar um knapp die Hälfte ein.

Aber auch die Energieversorger (Umsatz -7%), der Lebensmittelhandel (-2%), Telekommunikationsanbieter (-1,4%) oder Lebensmittelhersteller (-0,8%) waren auf Schrumpfkurs. Ein Umsatzplus erzielten dagegen die europäischen Unternehmen des Gesundheitssektors (+16,2%), der Medienwirtschaft (+12,2%) und der IT-Branche (+7,2%).

Für die Schweizer Konzerne errechneten die Experten ein Umsatzplus von 9,5%, während die kumulierten Gewinne um 3,5% abgenommen haben. Der Top-300 in Europa gehören neu 23 Schweizer Unternehmen nach bislang 22 an.

Von diesen hätten 14 den Gewinn zwar erhöht, doch mussten sie eine Rückgang der Margen auf durchschnittlich 10,7% von 11,4% im Vorjahr hinnehmen. Bei allen 23 Schweizer Firmen sank die Marge auf 9,1% von 10,6%, womit die Schweiz im europäischen Margen-Ranking hinter Russland den zweiten Platz belegt.

mk/ra

(AWP)