Südzucker steigert das Ergebnis - Erholung bei Zuckerpreisen

(Ausführliche Fassung)
07.07.2016 11:11

MANNHEIM (awp international) - Dank gestiegener Zuckerpreise hat der Branchenriese Südzucker zum Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 sein Ergebnis deutlich verbessert. Zwar ging der Absatz im ersten Quartal (bis Ende Mai) etwas zurück, eine Erhöhung der Verkaufspreise für Zucker auf dem europäischen wie auch auf dem Weltmarkt stützte jedoch das Geschäft. Ausserdem profitierte Südzucker von niedrigeren Kosten für Zuckerrüben. Der Gewinn kletterte kräftig. Dies verlieh auch der Aktie am Donnerstag ordentlich Auftrieb - sie stieg an der MDax-Spitze um zeitweise mehr als 8 Prozent. Die Prognose bestätigte Südzucker.

Das operative Ergebnis fiel im ersten Quartal mit 110 (Vorjahr: 57) Millionen Euro fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verdiente Südzucker 77 Millionen Euro, nach 41 Millionen vor einem Jahr, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz ging um 1,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Das lag daran, dass der Zuckerhersteller eine geringere Menge als im Vorjahr auf den Markt brachte. Vor einem Jahr hatte Südzucker in seinem Kerngeschäft mit Zucker erstmals einen Verlust geschrieben, nachdem die Preise angesichts grosser Mengen stark gesunken waren. Dazu kamen vergleichsweise hohe Rohstoffkosten. Dieser Trend scheint nun gebrochen.

Auch die anderen Segmente trugen zu dem Ergebnisanstieg bei. Südzucker verdiente mehr Geld in seiner Spezialitäten-Sparte (Tiefkühlpizza, Stärke) und mit seinen Fruchtzubereitungen. Die ebenfalls an der Börse notierte Bioethanol-Tochter Cropscience hatte zum Jahresbeginn ebenfalls von gesunkenen Rohstoffpreisen profitiert und den Gewinn deutlich gesteigert. Der Hersteller des Ökokraftstoffes hatte daraufhin vor ein paar Wochen seine Prognose erhöht.

Südzucker hingegen bestätigte am Donnerstag seine Ziele für das Geschäftsjahr 2016/17: Das Unternehmen erwartet einen Konzernumsatz von 6,4 bis 6,6 (Vorjahr: 6,4) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll ansteigen auf 250 bis 350 Millionen Euro (2015/16: 241 Millionen Euro). Ein wesentlicher Treiber soll dabei die Verbesserung im Zuckergeschäft sein./nmu/jha/stb

(AWP)