Sulzer-Aktien nach Jahreszahlen deutlich gesucht - Bestellungseingang stützt

Die Aktien des Industriekonzerns Sulzer notieren am Mittwoch im frühen Geschäft deutlich im Plus. Die am Morgen vorgelegten Jahreszahlen lagen mit Blick auf den Bestellungseingang, den Umsatz und den EBITA über den Erwartungen der Analysten; EBIT und Reingewinn fielen dagegen tiefer aus als prognostiziert. In ersten Kommentaren positiv hervorgehoben wird der Bestellungseingang im vierten Quartal sowie die Kostensenkungen.
01.03.2017 09:51

Bis um 09.30 Uhr ziehen Sulzer um 4,7% auf 109,30 CHF an. Gehandelt sind bis anhin gut 46'000 Aktien, was in etwa einem durchschnittlichen Tagesvolumen entspricht. Der Gesamtmarkt (SPI) steht derweil 0,6% höher.

Sulzer habe mit den Bestellungen im vierten Quartal die Erwartungen übertroffen, was einerseits auf das starke Wassergeschäft und andererseits auf die Energiemärkte zurückzuführen sei, heisst es in einer Einschätzung von Baader Helvea. Dass die operative EBITA-Marge besser ausgefallen sei als gedacht, begründet die Bank mit einer rascher als gedacht durchgeführten Umsetzung des Sulzer Full Potential-Programms (SFP). Die mit dem SFP-Programm verbundenen Einmalkosten seien entsprechend höher und hätten den Reingewinn unter die Prognosen gedrückt.

Die Bank Vontobel bezeichnet die Resultate von Sulzer als insgesamt solide. Das Marktumfeld im Öl- und Gasbereich bleibe aber anspruchsvoll und der Preisdruck weiterhin hoch. Die Umsetzung des SFP habe bereits Einsparungen von 88 Mio CHF gebracht, was aber von den dadurch entstandenen Kosten von 96 Mio CHF überdeckt werde.

Die UBS sieht Sulzer auf gutem Weg, das Einsparziel von 200 Mio CHF bis 2018 erreichen zu können. Den Ausblick auf 2017, wonach das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 3 bis 5% und ein Wachstum beim Bestellungen von 5 bis 8% erzielen will, bezeichnet der zuständige Experte als vernünftig.

Negativer zeigt sich die Zürcher Kantonalbank. Der Reingewinn habe die Konsenserwartungen deutlich verfehlt, wobei das Finanzergebnis schwächer und der Steueraufwand deutlich höher ausgefallen sei als prognostiziert. Auch der Ausblick sei "ernüchternd", und er werde seine Gewinnschätzung fürs kommende Jahr vermutlich reduzieren müssen, schreibt der ZKB-Analyst.

cf/ys

(AWP)