Sunrise-Aktien reagieren nicht auf Medienbericht ("UPC-Deal zu Fall gebracht")

Der Widerstand gegen den UPC-Kauf durch Sunrise nimmt stetig zu; die Aktien des Telekommunikationskonzerns kommen aber dennoch kaum vom Fleck. Denn fällt die dafür benötigte Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe aus, sollte das den Papieren Schub verleihen. Medien rechneten zuletzt nach: Das "Nein-Lager" hat aktuell mindestens 34 Prozent der Stimmen zusammen. Das könnte das Aus für den Deal bedeuten.
13.09.2019 11:15

Bis um 11.05 Uhr sinken Sunrise in einem freundlichen Gesamtmarkt um 0,6 Prozent auf 76,30 Franken. Eigentlich müssten höhere Kurse zu erwarten sein, wenn der Medienbericht am Markt ernst genommen würde.

"Ich bin überzeugt, dass die Sunrise-Aktie bei einer Absage des UPC-Deals wieder auf den alten Höchststand um 90 Franken steigen wird", erklärte nämlich Freenet-CEO Christoph Vilanek am Freitag im Gespräch mit "The Market". Vilanek vertritt 24,5 Prozent der Sunrise-Aktien und stemmt sich gegen den Deal.

Und laut "The Market" werden Aktionäre, die zusammen rund 34 Prozent der Stimmen vereinen, die Kapitalerhöhung definitiv ablehnen. Unter der Annahme, dass 70 Prozent der Aktienstimmen an der a.o. GV präsent sein werden, sei der UPC-Deal damit "tot", folgert das Online-Portal.

Dieses hat folgendermassen gerechnet: Freenet bringt 24,5 Prozent auf die Waage, dazu kommen AOC aus Deutschland (1-3%) und Axxion (mindestens 1%), die ihre Karten bereits öffentlich auf den Tisch gelegt hatten. "The Market" benennt darüber hinaus den deutschen Aktionär Shareholder Value Management (2,9%) und zCapital (0,65%), die im Gespräch ihre Ablehnung ebenfalls bestätigt hätten.

Ebenfalls mit "Nein" stimmen würden zwei weitere Investoren mit 2,9 Prozent und 0,7 Prozent an Sunrise, die ihre Namen in "The Market" nicht genannt haben wollten.

ra/jb

(AWP)

 
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