Swatch gewinnt Rekursverfahren in Niederlanden im Streit um Tiffany

Die Swatch-Gruppe kann in dem seit Jahren schwelenden Streit mit dem US-Schmuckhersteller Tiffany in einem Berufungsverfahren in den Niederlanden einen Erfolg verbuchen. Das Berufungsgericht in Amsterdam habe die Beschwerde von Swatch Group gutgeheissen und ein Urteil des erstinstanzlichen Gerichts (District Court of Amsterdam) vom März 2015 aufgehoben, teilte die Swatch Group am Dienstag mit.
25.04.2017 11:26

Damit bleibe der Schiedsspruch des niederländischen Instituts für Schiedsgerichtsbarkeit vom 21. Dezember 2013 zugunsten der Swatch Group bestehen, heisst es weiter. Damals war Tiffany in dem von Swatch Group eingeleiteten Schiedsverfahren zu Schadenersatz von 402 Mio CHF verurteilt worden.

Der Streit geht auf einen Zusammenarbeitsvertrag von 2007 zurück: Die beiden Unternehmen riefen gemeinsam die Uhrenmarke "Tiffany & Co" ins Leben - von Swatch hergestellte Uhren im mittleren Preissegment, die sowohl in Swatch- und Tiffany-Geschäften als auch über Dritthändler vertrieben werden sollten. Im September 2011 hatte Swatch die Zusammenarbeit mit der Begründung einer Vertragsverletzung beendet und im Dezember 2011 Klage auf Schadenersatz gegen Tiffany & Co. erhoben.

Die Swatch Group sei "überzeugt, dass der Schiedsspruch vom 21. Dezember 2013 korrekt erging und keine formalen Fehler enthielt", heisst es in der Swatch-Mitteilung. Dies sei nun durch das Urteil des Berufungsgerichts in Amsterdam bestätigt worden.

SWATCH AKTIEN DEUTLICH IM PLUS

An der Börse stossen die Neuigkeiten aus den Niederlanden auf positive Resonanz. Swatch sind bereits den ganzen Vormittag über gut gesucht und notieren um 11.25 Uhr knapp 2% höher auf 382,80 CHF. Das bisherige Tageshoch lag bei 383,90 CHF.

tp/gab

(AWP)