Swatch schreibt 2016 deutlich weniger Umsatz und Gewinn

Der Uhrenkonzern Swatch Group hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen und auch weniger Gewinn als im Vorjahr erzielt. Der Nettoumsatz sank um knapp 11% auf 7,55 Mrd CHF, nachdem die Verkäufe bereits 2015 um 3% zurückgegangen waren. In Lokalwährungen betrug das Minus im Berichtsjahr ebenfalls 11%, wie Swatch am Donnerstag mitteilt.
02.02.2017 07:06

Der Betriebsgewinn brach derweil um 44,5% auf 805 Mio CHF ein, womit sich die operative Marge auf 10,7% nach 13,2% im Jahr 2015 und 16,3% im Jahr 2014 reduzierte. Unter dem Strich ging der Reingewinn um 47% auf 593 Mio zurück.

Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer tieferen Dividende von 6,75 CHF (VJ 7,50 CHF) je Inhaber- sowie von 1,35 CHF (1,50 CHF) je Namenaktie vor.

Mit den ausgewiesenen Kennzahlen hat Swatch die Erwartungen der Analysten klar verfehlt. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz in Höhe von 7,72 Mrd CHF, einen EBIT von 848 Mio sowie einen Reingewinn von 666 Mio CHF erwartet. Die Prognosen für die Inhaber-Dividende reichten von 4,63 bis 8,50 CHF.

Im Ausblick gibt sich die Gruppe optimistisch. Man rechne 2017 in Lokalwährungen wieder mit einem "gesunden" Wachstum, heisst es. Die Konsumlust und das Potential für Schweizer Uhren bleibe unverändert stark, und die Verkaufszahlen der letzten Monate, inklusive Januar, hätten insbesondere in Asien und im Mittleren Osten wieder steigende Umsätze gezeigt. Mit einer Erholung rechnet Swatch auch in den USA und in Europa.

mk/ys

(AWP)