Swatch schreibt 2016 deutlich weniger Umsatz und Gewinn - Dividendenkürzung

(Meldung ausgebaut) - Der Uhrenkonzern Swatch Group hat 2016 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen und auch weniger Gewinn als im Vorjahr erzielt. Im laufenden Jahr erwartet die Gruppe, mit Blick auf die gute Entwicklung in den vergangenen Monaten, "gesundes" Wachstum. Die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2016 senkte Swatch allerdings.
02.02.2017 07:47

Der Nettoumsatz der Swatch Group ist 2016 um 10,6% auf 7,55 Mrd CHF gesunken, nachdem die Verkäufe bereits 2015 um 3% zurückgegangen waren. In Lokalwährungen betrug das Minus im Berichtsjahr 10,8%, wie Swatch am Donnerstag mitteilt. Dabei sanken die Verkäufe im weitaus stärksten Segment Uhren und Schmuck in Franken um 10,7% auf 7,31 Mrd.

MARGE UNTER DRUCK

Der Betriebsgewinn brach um 45% auf 805 Mio CHF ein, womit sich die operative Marge auf 10,7% nach 13,2% im Jahr 2015 und 16,3% im Jahr 2014 reduzierte. Einen deutlichen Margenrückgang auf 12,2% von 18,8% musste Swatch unter anderem bei Uhren und Schmuck hinnehmen.

Jedoch habe sich die Marge in diesem Segment im zweiten Halbjahr gegenüber der ersten Jahreshälfte um zwei Prozentpunkte verbessert, heisst es weiter. Dies, obwohl die Bezugs- und Bestellmengen von Uhrwerken und Komponenten von Dritten "massiv" zurückgegangen seien und man die Produktionskapazitäten sowie die Belegschaft in den Fabriken beibehalten habe.

WENIGER DIVIDENDE

Unter dem Strich ging der Reingewinn um 47% auf 593 Mio zurück. Die Nettomarge dazu gibt Swatch mit 7,9% an. Sowohl mit dem Umsatz als auch mit den Ergebnissen hat die Gruppe die Prognosen von Analysten klar verfehlt.

Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer tieferen Dividende von 6,75 CHF (VJ 7,50 CHF) je Inhaber- sowie von 1,35 CHF (1,50 CHF) je Namenaktie vor.

2017 "GESUNDES" WACHSTUM ERWARTET

Im Ausblick schlägt Swatch optimistische Töne an: Man rechne 2017 in Lokalwährungen wieder mit einem "gesunden" Wachstum, heisst es. Die Monate November, Dezember und Januar hätten insbesondere in Mainland China sehr gutes Wachstum im Segment Uhren und Schmuck gezeigt, mit einer substanziellen Verbesserung der operativen Marge.

Die Konsumlust und das Potential für Schweizer Uhren bleibe unverändert stark, auch im Luxussegment. Nicht nur in Asien, sondern auch im Mittleren Osten seien die Umsätze angestiegen, so die Mitteilung. Mit einer Erholung rechnet Swatch ebenfalls in den USA und in Europa.

Die Swatch Group sei mit ihrem weltweiten Vertriebsnetz und dem seit 2001 eingeführten E-Commerce für die Zukunft bestens aufgestellt, heisst es weiter. Auch seien im Berichtsjahr erneut über 180 Patente unter anderem im Bereich der elektronischen Smart- und Mobile-Device-Produkte, der mechanischen Uhren und Uhrwerken und bei den innovativen Produktionsmethoden (Stichwort: Industrialisierung 4.0) angemeldet worden.

Im Segment Elektronische Systeme etwa, sollen die neusten Entwicklungen im Bereich der Dual Frequency RFID Technologie (NFC und UHF), ein neuartiges Bluetooth Modul, die integrierten Schaltungen mit Tiefstwerten im Energieverbrauch, sowie das Real Time Clock (RTC) Modul für Wachstum sorgen. Zudem werde Belenos die Pilotproduktionslinie für die neuartigen Batterien in Betrieb nehmen.

mk/ys

(AWP)