Swipra verzichtet künftig auf Abstimmungsempfehlungen

Die Stimmrechtsberaterin für Pensionskassen Swipra ändert ihr Geschäftsmodell. Ab 2018 verzichtet sie auf Abstimmungsempfehlungen für Generalversammlungen von börsenkotierten Unternehmen. Sie will sich künftig stärker als Beraterin einsetzen.
25.08.2017 10:58

Swipra werde sich künftig noch stärker für eine wertorientierte Unternehmensführung bei Ausstellern von Wertpapieren engagieren, teilte die Stimmrechtsberaterin mit Sitz in Zürich am Freitag mit. Sie wolle sich dabei direkt als Beraterin bei Firmen und institutionellen Anlegern in den Bereichen Corporate Governance, Offenlegung und Aktionärskommunikation einbringen.

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, gebe Swipra im Gegenzug ab dem kommenden Jahr keine Abstimmungsempfehlungen mehr ab für die Generalversammlungen der börsenkotierten Firmen, heisst es im Communiqué. Die Organisationsstruktur von Swipra werde entsprechend angepasst.

Zusätzlich zum Anlegerbeirat bilde sie einen Beirat mit Vertretern aus Schweizer Unternehmen. Die Swipra Stiftung und Swipra Services AG, die weiterhin für das operative Geschäft zuständig sein wird, werden entflochten. Barbara Heller und Christoph Wenk Bernasconi, beide Gründungsmitglieder der Stiftung, werden die Leitung von Swipra Services übernehmen.

Gegründet wurde Swipra 2013 von der Sammelstiftung Vita, der Pensionskasse der Credit Suisse Schweiz sowie dem Verband der Anlagestiftungen der Schweiz.

(AWP)