Swiss Life erzielt im Halbjahr mehr Gewinn - Mit Strategieprogramm auf Kurs

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Die Swiss Life hat im ersten Halbjahr 2017 mehr Gewinn erzielt als noch im Vorjahr. Die Gruppe wuchs im kapitaleffizienten Fee-Geschäft, wo man auf Anlage-, Pensionskassenberatungen oder Immobilienmaklergeschäfte setzt. Dadurch verbesserte sich der Produkt-Mix und die Marge des Neugeschäfts erhöhte sich deutlich. Mit den Zielen aus dem Strategieprogramm "Swiss Life 2018" sieht sich der Lebensversicherer auf Kurs.
16.08.2017 09:43

Der Betriebsgewinn nahm in den ersten sechs Monaten um Restrukturierungskosten im tiefen einstelligen Millionen-Bereich bereinigt um 5% auf 763 Mio CHF zu und der Reingewinn stieg um ebenfalls 5% auf 524 Mio CHF, wie der Lebensversicherer am Mittwoch schreibt. Damit liegt die Swiss Life leicht über den Analystenerwartungen.

Getragen wurde das operative Ergebnis vom Fee-Geschäft, wo eine Steigerung um 16% auf 222 Mio CHF gelang. Die Kommissions- und Gebührenerträge (inkl. Provisionen) bzw. Fee-Erträge nahmen um 4% auf 681 Mio zu (+6% in LW). Demgegenüber nahm das Prämienvolumen leicht um 2% auf 10,0 Mrd CHF ab (-1% in Lokalwährungen). Aus Profitabilitätsgründen neigt die Swiss Life beim Zeichnen von traditionellen Lebensversicherungen zur Vorsicht.

VERBESSERTER PRODUKTMIX

Es sei gelungen, die Ertragskraft im Halbjahr weiter zu stärken, bilanziert CEO Patrick Frost. "Wir haben dank der weiterhin konsequenten Steuerung unseres Geschäfts nach Profitabilität und Kapitaleffizienz unsere Gewinnquellen weiter verbessert."

Dank des verbesserten Produktmix und Preisanpassungen kletterte die Marge im Neugeschäft auf 2,6% von 1,5% in die Höhe. Der Wert des Neugeschäfts stieg auf 177 Mio von 113 Mio CHF in der Vorjahresperiode. Diese Entwicklung sei insbesondere von Swiss Life Schweiz getrieben worden, heisst es. Dort wuchs der Neugeschäftswert um 40%.

Das Ergebnis im Heimmarkt stieg um 1% auf 425 Mio CHF, dies bei einem um 10% tieferen Prämienvolumen von 5,9 Mrd und den auf Vorjahresniveau liegenden Fee-Erträgen von 115 Mio. Die Swiss Life trat in der beruflichen Vorsorge (Volumen: -12%) und dort speziell bei Einmalprämien auf die Bremse. In der Einzelversicherungen liess der Zuwachs im fondsgebundenen Geschäft das Volumen um 6% anwachsen.

In Frankreich erreichte die Swiss Life ein um 7% höheres Ergebnis von 134 Mio EUR. Hier konnten in einem rückläufigen Markt sowohl die Prämieneinnahmen (+10%) als auch die Fee-Erträge (+22%) stark gesteigert werden. Im französischen Lebengeschäft beträgt der Anteil fondsgebundener Produkte hohe 51%. In Deutschland kletterte das Ergebnis von einem tiefen Niveau um 15% auf 65 Mio EUR und im internationalen Geschäft mit vermögenden Kunden um 2% auf 23 Mio.

Auch Asset Managers steigerte den Betriebsgewinn, und zwar um 7% auf 123 Mio CHF. Dabei konnten sie von Drittkunden Neugeldzuflüsse im Umfang von 3,3 Mrd verbuchen. Die für diese Kunden verwalteten Vermögen nahmen um 10% auf 54,3 Mrd zu.

SOLIDE KAPITALBASIS

Mit den Kapitalanlagen erwirtschaftete die Swiss Life direkte Erträge in Höhe von zum Vorjahr unverändert 2,2 Mrd CHF. Die Nettoanlagerendite (nicht annualisiert) nahm auf 1,4% von 1,6% ab.

Per Ende Juni lag das Eigenkapital bei 13,9 Mrd CHF, und damit um 2% über dem Wert von Ende 2016. Basierend auf dem internen Modell errechne sich eine SST-Quote von gegen 170%, so die Swiss Life. Die annualisierte und um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite wird mit 10,5% (VJ 11,1%) angegeben und bleibt damit über dem Mittelfristziel von 8% bis 10%.

Patrick Frost sieht die Gruppe in der Umsetzung des Unternehmensprogramms "Swiss Life 2018" leicht voraus. So seien beispielsweise bereits gut zwei Drittel der geplanten Kosteneinsparungen von insgesamt 100 Mio CHF umgesetzt, sagte er.

mk/cf

(AWP)