Swiss Life mit sinkenden Prämieneinnahmen nach 9 Monaten - Fee-Erträge steigen

Zürich (awp) - Der Lebensversicherer Swiss Life hat in den ersten neun Monaten 2016 weniger Prämien eingenommen, aber die Einnahmen im gebührenbasierten Geschäft gesteigert. Die Prämieneinnahmen sanken um 8% auf 13,4 Mrd CHF, in Lokalwährungen betrug der Rückgang 9%. Demgegenüber legten die Einnahmen aus dem Fee-Geschäft um 5% (+2% in LW) auf 974 Mio CHF zu.
09.11.2016 07:27

"Wir sind im für uns strategisch wichtigen Fee-Geschäft wiederum gewachsen und konnten trotz den anhaltend rauen Marktbedingungen die direkten Anlageerträge auf dem Niveau des Vorjahres halten", wird CEO Patrick Frost in der Mitteilung vom Mittwoch zitiert. Seit einigen Jahren setzt die Swiss Life auf weniger kapitalintensives Geschäft und höhere Profitabilität.

Im Heimmarkt Schweiz sind die Prämieneinnahmen in den Monaten Januar bis September um 6% zurückgegangen, in Frankreich um 3% (-6% in LW), in Deutschland um ebenfalls 3% (-5%) und im internationalen Geschäft um 38% (-40%). Die Swiss Life Asset Managers verbuchten derweil mit externen Kunden einen Nettoneugeldzufluss von 5,9 Mrd CHF und steigerten so die verwalteten Vermögen für externe Kunden auf 46,2 Mrd (Ende 2015: 38,8 Mrd).

Mit den Kapitalanalagen erreichte die Swiss Life eine nicht annualisierte direkte Anlagerendite von 2,2% (VJ 2,3%), und die Nettoanlagerendite lag nicht annualisiert bei 2,3% nach 2,6%. Die SST-Quote liege auf Basis des mit Auflagen genehmigten internen Modells per 30. September bei über 140%, so die Mitteilung.

Die Swiss Life sei auf Kurs, um die finanziellen Ziele zu erreichen, erklärt Frost weiter. "Erfreulich sind auch unsere Fortschritte im Rahmen des Unternehmensprogramms 'Swiss Life 2018'. Wir haben bereits die Hälfte der Kosteneinsparungen implementiert." Zudem liege der Anteil nicht-traditioneller Produkte im Neugeschäft bei 90%.

Im Strategieprogramm "Swiss Life 2018" setzt die Swiss Life verstärkt auf Geschäft, das weniger Kapital bindet und will so die Gewinnqualität weiter verbessern. Die Gruppe zielt dabei auf eine um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite von 8 und 10% ab. Geplant sind zudem Kosteneinsparungen von 100 Mio CHF.

mk/rw

(AWP)