Swiss Life nimmt im ersten Quartal weniger Prämien ein

(Meldung ausgebaut) - Die Swiss Life hat im ersten Quartal 2017 etwas weniger an Prämien eingenommen. Dabei verzichtete der Lebensversicherer im Heimmarkt Schweiz aus Profitabilitätsgründen bewusst auf das Zeichnen von Geschäft in der Vollversicherung der zweiten Säule. Im kommissionsbasierten Geschäft wächst die Swiss Life weiterhin.
10.05.2017 08:29

Die verbuchten Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltenen Einlagen sind in den Monaten Januar bis März um 2% auf 6,54 Mrd CHF zurückgegangen. In Lokalwährungen gerechnet sanken sie um 1%, wie die Swiss Life am Mittwoch schreibt. Gleichzeitig seien die versicherungstechnischen Rückstellungen zugunsten der Versicherten um 2% in lokalen Währungen erhöht worden. Die sogenannten Fee-Erträge nahmen um 3% (+5% in LW) auf 340 Mio zu.

VORSICHTIGE ZEICHNUNGSPOLITIK

Im Heimmarkt Schweiz ist das Geschäftsvolumen um 7% auf 4,57 Mrd CHF zurückgegangen. Die Swiss Life begründet dies mit der selektiven Zeichnungspolitik in der Vollversicherung, die sie vor allem mit Blick auf das Tiefzinsumfeld anwendet. In der beruflichen Vorsorge setzt die Gruppe stärker auf teilautonome Lösungen, wo Anlage- und Versicherungsteil getrennt werden. Da habe man den Neugeschäftsanteil auf 18% von zuvor 8% gesteigert, heisst es weiter.

Im Schweizer Privatkundengeschäft wuchs die Swiss Life mit 8% und die Erträge im hiesigen Fee-Geschäft nahmen um 2% auf CHF 62 Mio CHF zu.

Im zweitwichtigsten Markt Frankreich erreichte die Swiss Life ein Prämienwachstum von 4% (+6% in LW) auf 1,13 Mrd CHF und die Fee-Erträge legten gar um 16% (+19%) auf 69 Mio zu. Treiber für das Wachstum waren höhere Kommissionen aus dem Bankgeschäft und der gestiegene Anteil an anteilgebundenen Lösungen im Lebengeschäft.

In Deutschland stagnierte das Prämienvolumen in Franken gerechnet bei 345 Mio CHF, in Lokalwährungen wuchs es aber um 2%. Die Fee-Eträge gingen um 2% auf 92 Mio zurück, wobei mit unabhängigen Beraterkanälen die Vertriebsleistung in lokaler Währung um 6% gesteigert werden konnte.

Ein deutliches Plus der Prämieneinnahmen von 35% auf 493 Mio CHF (+38% in LW) erreichte die Swiss Life im volatilen Geschäft der Einheit International. Im Gesamtjahr 2016 etwa sind hier die Einnahmen wegen tieferer Einmalprämien um beinahe einen Drittel eingebrochen. Die sich stetiger entwickelnden Gebühreneinnahmen im internationalen Geschäft nahmen im ersten Quartal um 1% (+6% in LW) auf 55 Mio zu.

NEUGELDER FÜR "ASSET MANAGERS"

Die Swiss Life sei gut in das Jahr 2017 gestartet, wird Finanzchef Thomas Buess in der Mitteilung zitiert. "Wir konnten auch eine Steigerung bei den Fee-Erträgen und den verwalteten Vermögen erzielen. Das zeigt, dass wir in der Umsetzung unseres Unternehmensprogramms 'Swiss Life 2018' weitere Fortschritte machen."

Der Einheit "Asset Managers" sind im Quartal im Geschäft mit Drittkunden Neugelder im Umfang von 2,66 Mrd CHF (VJ 2,34 Mrd) zugeflossen. Die entsprechenden verwalteten Vermögen nahmen dabei seit Jahresbeginn um 6% auf 52,7 Mrd zu. Der Bereich erwirtschaftete wie im Vorjahr Gebühren in Höhe von 133 Mio.

Auf den Kapitalanlagen erreichte die Swiss Life eine Nettorendite (nicht annualisiert) von 0,5% nach 0,7% im Vorjahr. Die direkte Anlagerendite betrug unverändert 0,7%, wobei die direkten Anlageerträge gegenüber der Vorjahresperiode nur leicht auf 1,04 Mrd CHF zurückgegangen sind. Die Solvenzquote SST lag per 1. Januar 2017 bei 161% nach gut 140% im September.

mk/cf

(AWP)