Swiss Re-Chefökonom rechnet weltweit mit steigenden Nichtleben-Preisen

Im weltweiten Rückversicherungsgeschäft sowie der Sach- und Haftpflichtversicherung dürften die Preise schon bald steigen. Angesichts des derzeit sehr tiefen Preisniveaus und nach den für die Branche teuren Naturkatastrophen, die im dritten Quartal in der Karibik und im Südosten der USA grosse Schäden verursacht haben, sei es wahrscheinlich, dass die Preise steigen werden, erklärte Swiss Re-Chefökonom Kurt Karl am Dienstag vor den Medien in London.
21.11.2017 12:28

Karl stellte in London den jüngsten Bericht des Swiss Re Institute "Global insurance review 2017, and outlook 2018/19" vor. Darin geht er davon aus, dass es nach den Preisrückgängen der vergangenen Jahre nun zu einem Turnaround kommen dürfte. Zudem dürfte die Branche in den kommenden zwei Jahre weiterhin von einem weltweit freundlichen Konjunkturumfeld mit moderatem Wachstum profitieren, hiess es weiter.

Den Schätzungen des Swiss Re Institute zufolge dürften die Prämieneinnahmen in der weltweiten Nichtlebenversicherungen 2018 und 2019 jährlich real mindestens um 3% wachsen und die Leben-Prämien um rund 4%. Wachstumstreiber seien nach wie vor die Schwellenmärkte mit einem Wachstum von jährlich 6-7%, wobei die Versicherungsindustrie vor allem in Asien wachse.

mk/cf

(AWP)