Swiss Re erzielt im Halbjahr weniger Gewinn - Debbie belastet

Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2017 weniger Gewinn erzielt als noch in der Vorjahresperiode. Der Gewinn sank auf 1,21 Mrd USD nach 1,87 Mrd im Vorjahr, teilt Swiss Re am Freitag mit. Mit ein Grund für den Rückgang sind die Kosten zum australischen Wirbelsturm Debbie, die sich auf geschätzte 360 Mio USD belaufen. Die verdienten Prämien der Gruppe sind indessen stabil bei 16,2 Mrd geblieben.
04.08.2017 07:20

In der Sach- und Haftpflicht-Rückversicherung (P&C) weist Swiss Re eine Combined Ratio von 97,4% aus nach 97,2% vor Jahresfrist. Im zweitgrössten Teil Life&Health (L&H) lag das Ergebnis bei 432 Mio USD etwa auf Vorjahresniveau, dies bei einer Rendite von 12,7% (Ziel: 10-12%). Im Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions verschlechterte sich die Combined Ratio um 2,9 Prozentpunkte auf 104,5%.

Mit den Kapitalanlagen erwirtschaftete die Gruppe eine annualisierte Rendite von 3,5% gegenüber 3,7% in der Vorjahresperiode. Das Eigenkapital blieb stabil bei 34,4 Mrd USD und die Rendite darauf wird annualisiert mit 7,0% (H1 2016: 13,6%) angegeben.

Die Swiss Re hat mit den vorgelegten Zahlen die Vorgaben der Analysten mit dem Gewinn verfehlt, dagegen mit den verdienten Prämien übertroffen. Im Vorfeld wurde im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Gewinn von 1,38 Mrd USD, verdienten Prämien von 15,4 Mrd und einer Combined Ratio P&C von 96,9% gerechnet. Das Eigenkapital wurde auf 34,5 Mrd geschätzt.

CEO Christian Mumenthaler spricht in der Mitteilung von einem "soliden Ergebnis in einem schwierigen Marktumfeld". Swiss Re sei aber gut positioniert, um Marktchancen zu nutzen und sich weiterhin auf die Prioritäten im Kapitalmanagement zu konzentrieren. Man werde bei der Auswahl der Risiken weiterhin selektiv vorgehen, um zukünftige Profitabilität zu gewährleisten.

Dies zeigt sich auch in der Juli-Erneuerungsrunde, in der Verträge in Nord- und Südamerika im Vordergrund stehen. Das Volumen des zu erneuernden Geschäfts nahm um 10% ab, seit Jahresbeginn ging es gar um 13% zurück. Dabei habe sich die Preisqualität weiterhin bei 102% bewegt, so die Mitteilung.

mk/gab

(AWP)