Swiss Re schätzt Schadenskosten aus Zyklon Debbie auf rund 350 Mio USD

Der Rückversicherer Swiss Re rechnet aus dem Tropensturm Debbie, der Ende März in Nordosten Australiens auf Land getroffen ist, mit hohen Schadenskosten. Die Ansprüche seiner Kunden dürften sich vor Steuern und abzüglich Retrozessionen netto auf rund 350 Mio USD belaufen, schätzt Swiss Re laut einer Mitteilung vom Donnerstag. Für die gesamte Versicherungsindustrie dürften sich die Kosten aus der Debbie-Katastrophe auf rund 1,3 Mrd USD belaufen.
13.04.2017 07:29

Der tropische Zyklon Debbie habe für die Versicherungsindustrie im Vergleich zu anderen, ähnlichen Katastrophen einen deutlich höheren Anteil an wirtschaftlichen Schäden bei Unternehmen ausgelöst, heisst es weiter. Debbie sei am 28. März als Kategorie-4-Hurrikan im Norden des australischen Bundesstaats Queensland auf Land getroffen und habe sich in dieser Region mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h als grösste Naturkatastrophe seit 2015 herausgestellt, heisst es weiter.

Debbie hatte Windschäden, Sturmfluten, starke Regenfälle und in der Folge grosse Überschwemmungen ausgelöst. Die Evakuierung des Katastrophengebiets betraf mehrere tausende Menschen und auch die lokale Wirtschaft. Die Ernteausfälle für die Bauern in Queensland beziffert Swiss Re für diese Jahreszeit auf rund 20%.

mk/ys

(AWP)