Rückversicherer - Swiss Re weist klar höheren Gewinn aus

Swiss Re weist auf Basis des firmeneigenen Bewertungssystems Economic Value Management für 2016 einen deutlich höheren Gewinn aus.
16.03.2017 08:02
Das Logo von Swiss Re am Hauptsitz in Zürich.
Das Logo von Swiss Re am Hauptsitz in Zürich.
Bild: Bloomberg

Der EVM-Gewinn beläuft sich auf 1,4 Mrd USD (VJ 480 Mio), wie die Swiss Re am Donnerstag schreibt. Das ökonomische Eigenkapital (Economic Net Worth, ENW) lag per Ende 2016 auf 36,6 Mrd USD. Ende Dezember 2015 hatte dieser Wert 37,4 Mrd betragen. Je Aktie errechnet sich ein ökonomisches Eigenkapital von 112,42 (VJ 110,61) USD beziehungsweise von 114,20 (110,70) CHF.

Das EVM-Modell misst Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf einer marktnahen Basis. Es bildet den Ausgangspunkt für die Berechnung der ökonomischen Solvenz und wird zur Steuerung des Geschäfts hinsichtlich Planung, Tarifierung und Reservierung eingesetzt. Mit der 11%-Steigerung des ökonomischen Eigenkapitals je Aktie sei das jährliche Wachstumsziel von 10% über den Versicherungszyklus übertroffen worden, so die Mitteilung.

Weiter hat Swiss Re den Geschäftsbericht 2016 sowie die Traktanden für die am 21. April stattfindende ordentliche Generalversammlung publiziert. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat - wie bereits bekannt - eine ordentliche Dividende von 4,85 CHF je Titel vor nach 4,60 CHF im vergangenen Jahr. Weiter soll an der GV auch das nächste Aktienrückkaufprogramm im Umfang von maximal 1 Mrd CHF von den Aktionären genehmigt werden, das jederzeit vor der GV 2018 ausgeübt werden könne.

Den letzten Aktienrückkauf in demselben Umfang schloss Swiss Re am 9. Februar ab. Mit der Massnahme beabsichtigt Swiss Re, Kapital an die Aktionäre zurückzuführen, sofern überschüssiges Kapital zur Verfügung steht, Grossschäden ausbleiben und sich keine anderweitigen Geschäftsmöglichkeiten bieten. Die allfällig zurückgekauften Aktien sollen vernichtet werden. Gemeinsam mit der Dividende belaufe sich die Ausschüttung an die Aktionäre für 2016 auf 2,5 Mrd CHF, heisst es weiter.

Neue VR-Mitglieder

Desweiteren schlägt die Swiss Re ihren Aktionären an der GV die Wahl von Jay Ralph, Jörg Reinhardt und Jacques de Vaucleroy in den Verwaltungsrat vor. Demgegenüber tritt Carlos Represas nicht mehr zur Wiederwahl an.

Jay Ralph war bis vor kurzem Mitglied des Allianz-Vorstands und Präsident bei Allianz Asset Management. Beim deutschen Versicherungskonzern bekleidete er unter anderem den CEO-Posten von Allianz Re. Jörg Reinhardt ist in der Schweiz bestens bekannt, er ist seit 2013 Präsident des Verwaltungsrates von Novartis. Jacques de Vaucleroy verfüge über 30 Jahre Erfahrung in der Finanzindustrie bei Grössen wie Axa und ING sowie im Einzelhandel bei der Delhaize Group, heisst es weiter.

Wie aus dem Geschäftsbericht weiter hervorgeht, hat der seit Anfang Juli 2016 amtierende Gruppen-CEO und zuvor Rückversicherungs-Chef Christian Mumenthaler im Jahr 2016 insgesamt 6,25 Mio CHF verdient. Im Gegensatz dazu bekam sein Vorgänger Michel Liès für 2015 ein Salär von 7,02 Mio. Allerdings war Liès auch für das gesamte Jahr 2015 für die Entwicklung der Gruppe verantwortlich.

An die gesamte 14-köpfige Geschäftsleitung hat die Swiss Re im vergangenen Jahr total 51,4 Mio CHF an Salär ausgeschüttet. Im Jahr 2015 waren es lediglich 47,4 Mio, allerdings auch nur auf zwölf Personen aufgeteilt. An den Verwaltungsrat wurden für die Arbeit im Jahr 2016 insgesamt 10,1 Mio CHF (VJ 10,6 Mio) ausgeschüttet. VR-Präsident Walter Kielholz hat aus diesem Topf mit 4,89 Mio (4,77 Mio) am meisten bezogen.

(AWP)