Swisscom-CFO sieht anhaltenden Druck in der Schweiz

Zürich (awp) - Die Swisscom rechnet damit, dass der Druck auf den Umsatz in der Schweiz anhalten wird. "Deshalb müssen wir sparen", sagte CFO Mario Rossi im Interview mit AWP. Dabei bleibe auch der Personalbestand "ein Thema". Auf die Frage, ob ein weiterer Stellenabbau geplant sei, meinte er: "Wenn man früh genug dran ist, kann man Abbau auch über die natürliche Fluktuation auffangen."
17.11.2016 15:13

Wachstumschancen sieht der Finanzchef in Italien. Die dort tätige Tochtergesellschaft Fastweb habe "noch viel Potenzial". Das gelte für das angestammte Festnetzgeschäft, aber auch für den Mobilfunk, in dem die Gesellschaft neu mit Telecom Italia zusammenarbeitet und daher ein verbessertes Angebot machen kann. "Umso mehr können, ja müssen wir zulegen", so Rossi. Auch bei der Marge ist das Ende der Fahnenstange in Italien laut dem CFO noch nicht erreicht. Werte, wie sie aktuell in der Schweiz erzielt werden, seien gleichwohl nicht realistisch.

Eine Erhöhung der seit Jahren stabilen Dividende von 22 CHF pro Aktie sieht Rossi nicht. Er begründet dies mit dem anhaltend hohen Investitionsniveau.

Ob zwischen Swisscom und dem Kabelnetzbetreiber UPC Gespräche über ein Tauschgeschäft zu den TV-Sportrechten verhandelt wird, wollte der Finanzchef nicht sagen. Es könnten keine Details zu den Verhandlungen genannt werden. Es sei jedoch "viel in der Schwebe und Vieles denkbar". Swisscom ist im Besitz der Fussballrechte ab 2017/18, UPC im Besitz der Eishockeyrechte. "Im Prinzip" wäre ein Abtausch genau das, was die Wettbewerbskommission bisher gefordert hat, so Rossi weiter.

(Das vollständige Interview ist auf AWP Premium erschienen.)

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(AWP)