Swisscom im Q1 mit leichter Umsatzeinbusse - höherer Gewinn - Ziele bestätigt

Die Swisscom hat im ersten Quartal 2017 etwas weniger Umsatz aber leicht mehr Gewinn erzielt als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr bekräftigt das Management die früher genannten Ziele.
03.05.2017 07:36

Swisscom weist für die ersten drei Monate des Jahres 2017 einen 1,9% tieferen Umsatz von 2,83 Mrd CHF aus. Der operative Gewinn (EBITDA) ging derweil nur um 0,7% auf 1,07 Mrd CHF zurück. Unter dem Strich steht ein 2,5% höherer Reingewinn von 373 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

"Die Tendenzen von 2016 setzten sich, wie erwartet, auch im ersten Quartal 2017 fort", kommentiert CEO Urs Schaeppi die Zahlen. Das Kerngeschäft, insbesondere die Festnetztelefonie, sei deutlich zurückgegangen. "Der intensive und stark promotionsgetriebene Wettbewerb und die hohe Marktsättigung fordern uns bezüglich Umsatz und Profitabilität", so der Konzernchef.

Konkret bildete sich der Umsatz im Schweizer Kerngeschäft um 2,6% zurück. Die rückläufige Tendenz im Umsatz mit Telekom-Diensten habe sich im ersten Quartal verstärkt. Dank aktivem Kostenmanagement habe jedoch die Hälfte des Umsatzrückgangs kompensiert werden können, wird betont. Insbesondere verringerte sich der Personalbestand im Heimmarkt gegenüber dem Vorjahr um 680 auf 18'280 Vollzeitstellen.

Gut lief das Geschäft hingegen in Italien, wo Umsatz und EBITDA (bereinigt) in der Berichtswährung Euro um 3% rsp. 11% zunahmen. Die Zahl der Breitbandanschlüsse in Italien stieg um 7,1%.

GEWINNPROGNOSEN ÜBERTROFFEN

Mit den vorgelegten Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen beim Umsatz knapp verfehlt, bei den Gewinnzahlen hingegen leicht übertroffen. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 2,86 Mrd CHF, einem EBITDA von 1,06 Mrd CHF und einem Reingewinn von 360 Mio CHF gerechnet.

Konzernweit nahmen die Investitionen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11% auf 529 Mio CHF ab. In der Schweiz sanken sie überproportional um 15% auf 362 Mio.

Für das Gesamtjahr 2017 bestätigt das Unternehmen die früher genannten Ziele. So werden ein Umsatz von rund 11,6 Mrd CHF, ein EBITDA von rund 4,2 Mrd CHF sowie Investitionen von rund 2,4 Mrd CHF angepeilt. Unverändert sind auch die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 CHF pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden.

"Für den weiteren Jahresverlauf rechne ich mit anhaltend hohem Preisdruck", lässt sich CEO Schaeppi dazu zitieren. Er verspreche sich aber zugleich auch einen Absatzschub dank dem neuen, kürzlich lancierten Bündelangebot "inOne".

rw/gab

(AWP)