Swissgrid senkt Tarife für Übertragungsnetz 2018 deutlich

Der Stromnetzbetreiber Swissgrid senkt die Tarife für das Schweizer Übertragungsnetz 2018 deutlich. Ein typischer Vierpersonenhaushalt werde 2018 im Durchschnitt noch 52 CHF für die Leistungen von Swissgrid bezahlen nach 59 CHF im Jahr 2017, teilt Swissgrid am Mittwoch mit. Dies entspreche rund 6% der jährlichen Stromkosten.
29.03.2017 09:05

Die sinkenden Tarife im Jahr 2018 seien auf wesentlich tiefere Betriebskosten aufgrund "kontinuierlicher Anstrengungen von Swissgrid zur Steigerung der Effizienz" zurückzuführen, schreibt der Netzbetreiber. Zudem werde das Unternehmen bestehende Überdeckungen in der Sparte Systemdienstleistungen abbauen und Einnahmen aus Auktionserlösen zur Tarifsenkung einsetzen.

Die Tarife für die allgemeinen Systemdienstleistungen (SDL) werden von Swissgrid im Vergleich zum Vorjahr um 20% gesenkt. Für den Endverbraucher beträgt der Tarif 2018 noch 0,32 Rappen pro Kilowattstunde verbrauchten Stroms nach 0,40 Rappen im 2017. Der sinkende SDL-Tarif sei auf tiefere Kosten für die Regelleistungsvorhaltung zurückzuführen, da Swissgrid die Anzahl der Anbieter erhöht habe. Tarifsenkend wirke sich zudem der Abbau einer bestehenden Überdeckung aus, heisst es.

Die Tarife für die Netznutzung werden um 6 bis 8% tiefer ausfallen. Swissgrid begründet mit der Weiterführung der Massnahmen zur nachhaltigen Effizienzsteigerung und damit zur Senkung der eigenen Betriebskosten. Zudem könne das Unternehmen Auktionserlöse aus dem grenzüberschreitenden Engpassmanagement zur Reduktion der Kosten einsetzen.

Die Tarife für die Netznutzung stellt Swissgrid den direkt am Übertragungsnetz angeschlossenen Verteilnetzbetreibern in Rechnung. Diese kalkulieren dann auf Basis ihrer Netzkosten und der umgewälzten Netznutzungstarife von Swissgrid ihre eigenen Tarife, wie der Netzbetreiber betont. Für die Endverbraucher wie beispielsweise private Haushalte könnten die Stromtarife daher je nach Region unterschiedlich hoch ausfallen.

tp/cf

(AWP)