Swissport fordert HNA-Kredit weiter nicht ein - Prüfung strategischer Optionen

Der Flugzeug- und Flughafendienstleister Swissport wird das ausstehende Partnerdarlehen von seiner verschuldeten Muttergesellschaft HNA weiterhin nicht einfordern. Die im Mai 2018 vereinbarte Vereinbarung für eine fünfmonatige Aussetzung von Rückforderungen sei nun verlängert worden, teilte Swissport am Freitag mit. Währenddessen werde HNA die Prüfung von strategischen Optionen für Swissport fortsetzen.
05.10.2018 18:18

Im vergangenen Mai hatte die chinesische HNA ihrer Tochter Swissport eine Teil-Rückzahlung des Partnerdarlehens in Höhe von 100 Millionen Dollar erhalten. Der Restbetrag des eigentlich am 7. Mai fälligen Darlehens beläuft sich auf 286 Millionen Dollar. Swissport erhalte auf dem Betrag einen Marktzins, heisst es in der Mitteilung.

Die hochverschuldete HNA-Gruppe hatte Swissport im vergangenen Frühling an die Schweizer Börse bringen wollen, den Börsengang aber im April wegen "ungünstiger Marktkonditionen" abgesagt. In Marktkreisen war auch von Misstrauen gegenüber HNA die Rede, welche einen signifikanten Teil der Aktien im eigenen Besitz behalten wollte. Die HNA-Gruppe ist auch Besitzern des Caterers Gategroup sowie Grossaktionärin der Deutschen Bank.

Swissport vermeldet in der Mitteilung nach dem Anstieg von Umsatz und Betriebsgewinn im ersten Halbjahr auch für die Periode von Juli bis September einen "günstigen" Geschäftsverlauf. Wie bereits Anfang September mitgeteilt hat das Unternehmen im ersten Semester den Umsatz um 4,1 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro erhöht, der Betriebsgewinn (EBITDA) verbesserte sich um knapp 36% auf 116,3 Millionen Euro.

tp/mk

(AWP)