Swissquote-CEO: Einführung von Robo-Advising bei Postfinance verzögert

Die Kunden der Postfinance müssen sich bei der von Swissquote betriebenen Online-Handelsplattform mit der Einführung von "Robo-Advising" gedulden. Die Einführung verzögere sich, weil die Postfinance grosse Umstellungen in den IT-Basissystemen am Laufen habe und im Moment sämtliche anderen IT-Projekte gestoppt seien, sagte Swissquote-CEO Marc Bürki in einem Interview mit der Handelszeitung (Vorabdruck vom Donnerstag). Der Zustand dauere wohl noch bis Ende Jahr an.
05.07.2017 19:50

Swissquote erlebe derzeit in die von einem Roboter verwalteten Depots hohe Zuflüsse, sagte Bürki im Interview. Bis Ende Jahr ziele die Bank in diesem Bereich verwaltete Vermögen in Höhe von 180 Mio CHF an gegenüber 100 Mio CHF per Ende 2016. "Wir wollen bis 2020 eine Milliarde Franken mit dem Roboter verwalten", bekräftigte er frühere Aussagen.

Von der im Jahr 2015 getätigten Rückstellung von 25 Mio CHF in der Folge des SNB-Entscheids zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses erwartet Bürki "die Hälfte wieder zurückholen" zu können, wie er weiter sagte. Swissquote hat aus dem Ereignis zudem Lehren gezogen. So habe man nun eine eigene Marktmeinung: "Wir analysieren selber, was passiert. Gibt es politische Ereignisse, die einen Einfluss haben können? Wann finden Zentralbank-Meetings statt?", so Bürki. Das könne dazu führen, dass Kunden kontaktiere würden, bei denen man zu grosse Risiken sehe. "Das gab es vorher nicht."

tp/

(AWP)