Syngenta-Aktien brechen ein - Sorgen um Scheitern der Übernahme durch Chemchina

Zürich (awp) - Die Syngenta-Aktien sind am Montagmorgen nach einer zunächst wenig veränderten Eröffnung stark zurückgefallen. Für Unruhe sorgt ein Medienbericht, demzufolge Chemchina gegenüber den EU-Behörden keinerlei Zugeständnisse bei der angestrebten Syngenta-Übernahme gemacht habe. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde berichtete, sei die Frist für frühe Zugeständnisse des Konzerns am vergangenen Freitag abgelaufen. Die EU-Kommission hat für ihre Entscheidung, ob die Übernahme ohne Bedingungen durchgeht oder eine vertiefte Prüfung vorgenommen wird, noch bis Freitag (28. Oktober) Zeit.
24.10.2016 10:32

Die Syngenta-Aktien fallen um 10.20 Uhr bei klar überdurchschnittlichen Volumen um 8,3% auf 386,80 CHF zurück. Mit der Nachricht sei die Sorge gewachsen, dass die Syngenta-Übernahme scheitern könnte, hiess es.

Syngenta selbst sieht unterdessen einen konstruktiven Dialog mit den EU-Behörden, wie das Unternehmen am Montag in einer Stellungnahme schreibt. Der Konzern will am Dienstag weiter zur ChemChina-Transaktion informieren.

Chemchina hatte im März das offizielle Kaufangebot für Syngenta vorgelegt und bietet 465 USD in bar je Syngenta-Namensaktie sowie zuzüglich eine Sonderdividende über 5 CHF. Die Angebotsfrist läuft bis zum 8. November 2016, kann aber wie bereits mehrfach geschehen auch noch verlängert werden.

Eine wichtige Hürde wurde Mitte August genommen: Der Ausschuss für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) hatte den 43-Milliarden-Dollar-Deal freigegeben. Die Syngenta-Aktien waren daraufhin um 10% auf in den Bereich von 420 CHF nach oben geschossen, in welchem sie sich per Saldo bis am vergangenen Freitag bewegt hatten.

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(AWP)