T-Mobile US legt für Mobilfunkfrequenzen 8 Milliarden Dollar auf den Tisch

Bei der zukunftsweisenden Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in den USA hat sich T-Mobile US fast die Hälfte des Kuchens gesichert. Für 7,99 Milliarden US-Dollar seien 45 Prozent aller verkauften Frequenzen erworben worden, teilte die Telekom-Tochter am Donnerstag mit. Die US-Konkurrenten Verizon und Sprint hatten keine Gebote abgegeben. AT&T wollte nur 1 Milliarde Dollar bezahlen.
13.04.2017 20:40

Mobilfunker müssen Lizenzen kaufen, um auf bestimmten Funkfrequenzen senden zu dürfen. Die Bandbreite ist begrenzt, die Lizenzen daher entsprechend teuer. Die Telekom hatte ihrer derzeit erfolgsverwöhnten US-Sparte für die Versteigerung milliardenschwere Finanzhilfen bereitgestellt. Unter den Hammer kam nämlich das begehrte Spektrum um die Wellenlänge von 600 Megahertz (MHz), das unter anderem hohe Reichweiten zum Beispiel für die Versorgung mit mobilem Internet bietet. T-Mobile US ist bei den niedrigen Frequenzen nach Analystenmeinung etwas schwach ausgestattet.

Die komplexe Auktion lief schon seit Monaten. Fernseh- und Radiostationen mussten das Frequenzband nämlich für den Mobilfunk räumen. In den USA erwerben die Bieter die Nutzungsrechte komplett und nicht wie in Deutschland üblich nur für einen bestimmten Zeitraum./he/ag

(AWP)