Tamedia ordnet Zeitungsredaktionen neu - Kein Stellenabbau

Tamedia führt zum Jahreswechsel 2018 eine neue Organisation der Zeitungsredaktionen ein. Neu werden zwei sprachregionale Redaktionen für die Deutschschweiz und die Romandie gebildet, die gemeinsam ein Recherchedesk führen. Mit der Reorganisation sind keine Kündigungen verbunden, wie der Verlag am Mittwoch betont.
23.08.2017 12:58

Damit reagiert Tamedia offenbar auf den anhaltenden Druck in der Medienbranche. Ziel sei, die wirtschaftliche und redaktionelle Unabhängigkeit der zwölf bezahlten Tageszeitungen und der beiden Sonntagszeitungen in der Deutschschweiz und der Romandie zu sichern, schreibt das Unternehmen. "Bei weiter rückläufigen Werbeeinnahmen werden nur diejenigen Tageszeitungen fortbestehen, die Teil eines grösseren Netzwerks sind", wird Christoph Tonini, Vorsitzender der Unternehmensleitung zitiert.

Die Redaktionen, die mit Mitarbeitenden aus allen Zeitungsredaktionen besetzt werden, übernehmen je die Inlands-, Auslands-, Wirtschafts- und Sport-Berichterstattung. In Bern, Lausanne und Zürich sind Kompetenzzentren geplant. Die Deutschschweizer Redaktion wird von Arthur Rutishauser als Chefredaktor geführt, die Leitung der Redaktion Romandie übernimmt Ariane Dayer.

Zudem wird mit Editorial Services unter der Leitung von Simon Bärtschi ein neuer Bereich gebildet, in dem in der Deutschschweiz Layout, Textproduktion, Bildredaktion, Fotografen, Korrektorat sowie weitere unterstützende Prozesse zusammengefasst werden.

Die Tageszeitungen sollen trotz gemeinsamer Kompetenzzentren mit unterschiedlichem Profil, individueller Positionierung und unabhängiger politischer Ausrichtung eigenständig bleiben. Beim Tages-Anzeiger wird Judith Wittwer die Chefredaktion übernehmen, bei 24 heures wird Claude Ansermoz neuer Chefredaktor.

yr/ra

(AWP)