Tarifverhandlungen für deutsche Versicherungsangestellte gescheitert

Die Tarifverhandlungen für die rund 170 000 Versicherungsangestellten in Deutschland sind gescheitert. Das teilte der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen am Freitagabend mit. Bei "sehr kontroversen Verhandlungen" mit den Gewerkschaften Verdi, DHV und DBV in Hamburg sei kein Tarifabschluss erzielt worden. Es gebe auch keinen weiteren Verhandlungstermin.
02.06.2017 22:21

Der Arbeitgeberverband bot eigenen Angaben zufolge 1,8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten von 1. November 2017 an und weitere 1,5 Prozent mehr ab 1. Februar 2019. Der Tarifvertrag sollte eine Laufzeit von 1. April 2017 bis 31. März 2020 haben.

Die Gewerkschaft Verdi war Ende März mit der Forderung nach 4,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten sowie Regeln für flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten in die Verhandlungen gegangen. Zudem sollten die Arbeitgeber nach dem Willen der Gewerkschaft betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2020 ausschliessen. Die Gewerkschaft Verdi war am Freitag zunächst nicht zu erreichen./sba/DP/he

(AWP)