Temenos spart laut CEO nicht bei den Investitionen

Der Bankensoftware-Spezialist Temenos investiert stark in die Entwicklung seiner Produkte und zieht es im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern vor, die Integration auszulagern. Die Temenos-Plattform, die auf offener Technologie basiere, sei ein modulares Modell, sagte Konzernchef Max Chuard in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung "L'Agéfi", das am Dienstag veröffentlicht wird.
16.09.2019 18:21

"Einer der Hauptgründe für unseren Erfolg ist die Tatsache, dass wir uns ganz auf Bankensoftware konzentrieren", erklärte Chuard, der Anfang März die Leitung der Gruppe übernommen hat. Das Geschäftsmodell erfordere aber ständige Investitionen: "Wir investieren jedes Jahr zwanzig Prozent unseres Umsatzes in die Entwicklung unserer Produkte".

Während Mitbewerber "viel mehr kundenspezifische Lösungen entwickeln, die oft auf sehr niedrigen indischen Kosten basieren", konzentriere sich Temenos auf die Softwareentwicklung und lagere die Integration an ein Netzwerk von fast 6'000 nicht-exklusiven externen Beratern aus.

Den Schweizer Mitbewerber Avaloq will Chuard mit Temenos nicht auf dessen Gebiet der Process Outsourcing Services (BPO) konkurrenzieren. BPO ist eine Sonderform des Outsourcings und bezeichnet das Auslagern ganzer Geschäftsprozesse.

"Im Allgemeinen erfordern BPO-Services eine sehr umfangreiche Infrastruktur, weshalb diese Services nicht Teil unseres Geschäftsmodells sind", erklärte der Temenos-Chef. Das Unternehmen arbeite aber oft mit externen Partnern zusammen, die sich auf BPO spezialisiert hätten.

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(AWP)