ThyssenKrupp-Betriebsrat fordert Klarheit über Stahlfusion

Der Konzernbetriebsrat von Thyssenkrupp fordert nach monatelangen Spekulationen über eine Fusion der Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata Gewissheit über die Zukunft. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, an dem die Beschäftigten des Unternehmens endlich Klarheit haben müssten, sagte Betriebsratschef Wilhelm Segerath der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). "Die Sorgen der Beschäftigten sind gross. Wir wollen, dass der Vorstand die Gerüchte beendet", wurde Segerath in dem Bericht zitiert, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
07.02.2017 11:26

Zuletzt hatte ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger auf der Hauptversammlung Ende Januar für eine Fusion mit Tata geworben und die Aktionäre um Geduld gebeten. Die Betriebsräte lehnen die Pläne ab. "Wir sehen in einem Zusammenschluss mit Tata keine Logik", sagte Segerath. Dadurch würden die entscheidenden Probleme der Branche nicht gelöst. Die lägen eher in den Überkapazitäten aus China und der Umweltgesetzgebung aus Brüssel und Berlin. ThyssenKrupp beschäftigte in der Stahlsparte rund 27 000 Menschen, darunter 20 000 alleine in NRW./ls/DP/fbr

(AWP)