ThyssenKrupp: Keine Hinweise auf Korruptionsverdacht bei U-Boot-Kauf

Die Rüstungsfirma Thyssenkrupp Marine Systems hat bei internen Untersuchungen wegen des Verdachts der Korruption beim Kauf von U-Booten durch Israel bislang keine Unregelmässigkeiten festgestellt. "Auf Basis der bereits durchgeführten Untersuchungsmassnahmen haben sich bislang keine Hinweise auf Korruption ergeben - weder mit Blick auf U-Boot-Projekte noch im Zusammenhang mit der Beschaffung von Korvetten", sagte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor war bekannt geworden, dass der israelische Generalstaatsanwalt wegen eines entsprechenden Verdachts ermittelt.
28.02.2017 11:46

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht wegen der U-Boot-Affäre unter Druck. Als Schlüsselfigur gilt sein persönlicher Rechtsberater David Schimron, der auch den Geschäftsmann Miki Ganor vertritt. ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) arbeite in Israel ausschliesslich mit Ganor als Vertriebspartner zusammen, sagte der Sprecher. "Alle unsere Vertriebspartner sind vertraglich verpflichtet, ein Einschalten von Unterauftragnehmern mit uns vorab abzustimmen. Das ist nicht geschehen."

Nach ersten Medienberichten im November 2016 habe TKMS umgehend eine interne Untersuchung eingeleitet. "Das machen wir immer, wenn wir Hinweise auf Unregelmässigkeiten bekommen: Wir gehen diesen vollumfänglich nach und klären den Sachverhalt auf." Zu weiteren Details wollte er sich aufgrund der laufenden Ermittlungen in Israel nicht äussern./akl/DP/mis

(AWP)