Drehmaschinenhersteller - Tornos fällt wieder in die roten Zahlen zurück

Tornos ist im Geschäftsjahr 2016 nach einem knapp positiven Ergebnis im Vorjahr wie im Januar angekündigt wieder in die Verlustzone zurückgefallen.
14.03.2017 07:19
Eine Werkhalle von Tornos.
Eine Werkhalle von Tornos.
Bild: ZVG

So ging der EBIT auf -3,0 Mio CHF zurück, dies nach einem positiven Wert von 2,4 Mio im Vorjahr, während für das Reinergebnis ein negativer Saldo von 3,6 Mio CHF ausgewiesen wurde, nach einem Plus von 0,9 Mio im Jahr 2015, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. In den Jahren 2009, 2010, 2012 und 2013 hatte Tornos jeweils deutlich zweistellige Millionen-Verluste verbucht, 2014 ein leicht positives Ergebnis.

Das wirtschaftliche Umfeld sei 2016 geprägt gewesen von einer ausgesprochen starken Zurückhaltung in den Absatzmärkten, insbesondere für Produkte im höheren Preissegment. Im mit Abstand grössten Marktsegment Automobilindustrie sei diese Zurückhaltung zusätzlich akzentuiert worden durch die Unsicherheiten, welche die Affäre rund um die Schadstoffmessungen beim Dieselmotor mit sich gebracht habe.

Während auch die Uhrenindustrie weltweit mit Absatzschwierigkeiten konfrontiert gewesen sei, hätten sich die Marktsegmente Medizin- und Dentaltechnik sowie Elektronik relativ stabil entwickelt.

Keine Prognose für laufendes Geschäftsjahr

Bereits im Januar wurde der Umsatz bekanntgegeben. Er sank um 17% auf 136,2 Mio CHF und der Auftragseingang um knapp 17% auf 133,5 Mio CHF. In vierten Quartal sei der Bestellungseingang jedoch deutlich gestiegen, hiess es damals. Man habe mehr Standard-Maschinen im mittleren Preissegment verkauft und weniger High-End-Maschinen im höheren Preissegment.

Die Zurückhaltung bei den Bestellungen von Neumaschinen habe sich im Gegenzug auf das Service- und Ersatzteilgeschäft positiv ausgewirkt, das ein Umsatzplus von 5% verbuchte.

Trotz der negativen Zahlen sieht sich Tornos "weiterhin gut unterwegs auf dem Weg zu einem wirtschaftlich leistungsfähigen, international verankerten, flexiblen Unternehmen mit hoher Innovationskraft und schlanken Fertigungsprozessen". Dass sich die Fortschritte der vergangenen Jahre nicht in den wichtigsten Kennzahlen für das Jahr 2016 widerspiegeln würden, sei auf die ausgesprochen starke Zurückhaltung in den Zielmärkten bei den Investitionsprojekten, insbesondere in der Automobilzulieferindustrie, zurückzuführen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 verzichtet Tornos explizit auf konkrete Prognosen zu Umsatz oder Gewinn. In der Automobilindustrie herrsche nach wie vor Zurückhaltung und auch in der Uhrenindustrie sei noch keine Trendwende auszumachen, heisst es dennoch zum Ausblick.

(AWP)