Tourismusprojekt mit Implenia und Coop in Flumserberg auf Kurs

Das touristische Grossprojekt in Flumserberg SG ist einen Schritt weiter: Implenia wird das Hotelresort entwickeln, Coop ist Vertriebspartner. Geplant sind Investitionen um 100 Mio CHF. Der Baubeginn könnte 2019 erfolgen.
28.01.2017 17:59

Im März 2016 hatte der Kanton St. Gallen in Flumserberg ambitionierte Pläne vorgestellt: Mit Investitionen in der Höhe von über 100 Mio CHF soll ein neues Hotels samt Parkgarage sowie ein "Heidi-Erlebnisdorf" nach Ideen der Kreativagentur Steiner Sarnen gebaut werden. Weiter wurde eine Erneuerung der Bergbahn Tannenboden-Maschgenkamm angekündigt.

Das Angebot soll vor allem in der Sommersaison zusätzlich rund 200'000 Besucherinnen und Besucher in die Tourismusregion bringen. Noch offen war aber letzten März, wer neben den Bergbahnen in das Hotelresort oder in die Heidi-Erlebniswelt investieren soll.

IMPLENIA ENTWICKELT HOTEL

Im Sommer wurde dazu ein Investoren- und Betreiberwettbewerb ausgeschrieben. Am Samstag ist in Flumserberg über das Ergebnis informiert worden: Danach wird der Generalunternehmer Implenia den Resortteil mit Hotel und Parkgarage entwickeln. Im Boot hat das Unternehmen "eine namhafte internationale Hotelbetreiberin", wie es in der Mitteilung des Kantons vom Samstag heisst. Namen werden allerdings noch keine genannt.

Für das Heidi-Erlebnisdorf auf der Molseralp ist die Alpkooperation Mols zuständig. In einem nachgebauten Dörfchen samt Läden und Ställen, sollen Schauspieler die Figuren aus dem Heidi-Roman von Johanna Spyri verkörpern. Nun wird das Projekt in Zusammenarbeit mit Steiner Sarnen weiter konkretisiert. Später wird dann die Alpkooperation entscheiden, ob sie das Dorf selber betreibt oder dafür einen Investor und Betreiber sucht.

Der Ausbau der Bahnen wird von der Bergbahnen Flumserberg AG finanziert. Der Auftrag dazu wurde an die Bartholet BMF AG in Flums vergeben. Partner des gesamten Projekte bei Vertrieb und Werbung ist Coop Schweiz. Unter anderem können die Kommunikationskanäle des Grossverteilers genutzt werden.

Der Kanton habe das Projekt initiiert und werde es nun noch koordinierend weiter begleiten, erklärte Peter Kuratli, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er rechnet mit 2019 als möglichem Baubeginn.

(AWP)