Triebwerksbauer MTU schraubt Gewinnziel herauf - Starke Ersatzteil-Nachfrage

Eine starke Nachfrage nach Ersatzteilen beflügelt die Gewinnhoffnungen beim Münchner Triebwerksbauer MTU . Obwohl der schwache US-Dollar auf den Umsatz drückt, soll der Gewinn in diesem Jahr stärker steigen als gedacht, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll statt auf 560 Millionen nun auf 600 Millionen Euro klettern. Für den bereinigten Überschuss hat Vorstandschef Reiner Winkler statt 390 Millionen jetzt 420 Millionen Euro im Auge.
26.10.2017 08:34

Im dritten Quartal sah die Entwicklung bei Gewinn und Umsatz allerdings umgekehrt aus. So legten die Erlöse um knapp neun Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ebit ging um sieben Prozent auf 130 Millionen Euro zurück. Der bereinigte Überschuss sank um knapp fünf Prozent auf knapp 93 Millionen Euro. Das war aber immer noch etwas mehr als von Analysten erwartet. Triebwerkshersteller verdienen an der Serienproduktion in der Regel wenig Geld. Dicke Gewinne erzielen sie nach der Auslieferung der Flugzeuge mit dem Verkauf von Ersatzteilen. MTU ist an Triebwerken für viele Modelle von Airbus und Boeing beteiligt./stw/oca

(AWP)